Wien/Wieselburg. (kle) Der Autozulieferer ZKW hat 2018 - im Jahr seiner Übernahme durch den südkoreanischen Großkonzern LG - einen weiteren Rekordumsatz eingefahren. Wie der im niederösterreichischen Wieselburg ansässige Hersteller von Licht- und Elektroniksystemen am Dienstag mitteilte, stiegen die Erlöse auf 1,34 Milliarden Euro. Damit setzte die Firma um knapp neun Prozent mehr um als 2017.

Weiter zugenommen hat auch die Zahl der Beschäftigten. Per Ende 2018 hatte die ZKW Group rund 9700 Mitarbeiter - um zirka 800 mehr als zwölf Monate zuvor. Das Personal verteilt sich auf insgesamt acht Standorte. Zwei davon sind in Österreich: in Wieselburg (Zentrale) und Wiener Neustadt, wo rund 3400 Personen beschäftigt werden. Die übrigen Standorte - mit insgesamt etwa 6300 Beschäftigten - sind in Tschechien und der Slowakei sowie in China, Indien, Mexiko und den USA.

Seit vielen Jahren gilt das Unternehmen, das alle großen Autobauer zu seinen Kunden zählt, als stark wachsend. Positiv niedergeschlagen hat sich das auch in der Zahl der Mitarbeiter, die sich seit Ende 2010, als sie bei rund 2400 lag, mittlerweile mehr als vervierfacht hat. Die Firma selbst besteht bereits seit 1938, gegründet wurde sie von Karl Zizala in Wien, um Autoscheinwerfer zu produzieren. Das Firmenkürzel steht für "Zizala Karl Wien".

Seit Anfang August 2018 ist die ZKW Group eine Tochter des Elektronik-Riesen LG, der sich seinen Zukauf in Österreich gut 1,1 Milliarden Euro kosten ließ. Mit Blick auf den neuen Eigentümer sagt ZKW-Geschäftsführer Oliver Schubert, dass man in vielen Bereichen Synergien nutzen könne und sich die Zusammenarbeit mit LG "sehr positiv" gestalte. Indes sind auch heuer Werkserweiterungen auf der Agenda von Schubert - etwa der chinesische Standort in Dalian. 2018 hat ZKW bereits das Elektronik-Kompetenzzentrum in Wiener Neustadt ausgebaut und am slowakischen Standort in Kruovce damit begonnen, die Produktionsfläche zu verdoppeln.

Neuerungen im Visier

Zudem will ZKW den Fokus auf Innovationen legen. "Das Produktportfolio wird über den Hauptscheinwerfer hinaus auf Lösungen für alle Lichtanwendungen im Außenbereich des Fahrzeuges erweitert", heißt es in einer Aussendung. Vor allem im Hinblick auf autonomes Fahren arbeite man an Lösungen, um strategische Eckpunkte des Fahrzeugs abzudecken. "Durch Sensortechnologien, integriert in den Lichtsystemen, soll hier künftig die Rund-um-Sicht durch einen 360-Grad-Blick ermöglicht werden."