Wien. (kle) Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat 2018 mehr verdient als im Jahr davor. Wie die in Osteuropa breit aufgestellte Bank am Mittwoch mitteilte, stieg ihr Nettogewinn nach vorläufigen Zahlen um 13,8 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Geplant ist, die Dividende um 50 Prozent von 62 auf 93 Cent je Aktie anzuheben. Insgesamt 306 Millionen Euro sollen an die Aktionäre fließen.

Dank eines um 4,2 Prozent gestiegenen Zinsüberschusses sowie höherer Provisionsergebnisse steigerte die RBI ihre Betriebserträge im Vorjahr um vier Prozent. Die Verwaltungskosten fielen 2018 um 1,2 Prozent höher aus.

Dass von dem in den ersten drei Quartalen eingefahrenen Gewinnplus von 29 Prozent nach dem vierten Quartal nur noch ein Zuwachs von 13,8 Prozent verblieb, lag laut RBI unter anderem an der neuen Bilanzierungsnorm IFRS 9. Demnach waren im vierten Quartal zusätzlich Vorsorgen für allfällige künftige Kreditverluste (und nicht nur erlittene Ausfälle) zu bilden. Die Bank sprach am Mittwoch von negativen Sondereffekten von 159 Millionen Euro aus der "Verfeinerung" der IFRS-9-Modelle sowie Vorsorgen für "andere außerordentliche Ereignisse, die nicht in den Risikomodellen abbildbar" seien.

Ins Gewicht fiel auch der defizitäre Verkauf der Polen-Tochter, der den Gewinn um 120 Millionen Euro geschmälert, aber die Kapitalquoten im vierten Quartal um 85 Basispunkte verbessert hat. Per Ende 2018 belief sich die harte Kernkapitalquote auf 13,4 Prozent. Ihre endgültige Jahresbilanz legt die RBI am 13. März vor.