• vom 12.02.2019, 16:53 Uhr

Österreich

Update: 12.02.2019, 17:22 Uhr

Wirtschaftspolitik

Betriebsansiedlungen sorgten im Vorjahr für neue Jobs




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  • 355 Auslandsfirmen - so viele wie noch nie - gründeten 2018 eine Niederlassung in Österreich.

Wirtschaftsministerin Schramböck und ABA-Chef Siegl gaben am Dienstag einen neuen Ansiedlungsrekord bekannt.

Wirtschaftsministerin Schramböck und ABA-Chef Siegl gaben am Dienstag einen neuen Ansiedlungsrekord bekannt.© BMDW/Hartberger Wirtschaftsministerin Schramböck und ABA-Chef Siegl gaben am Dienstag einen neuen Ansiedlungsrekord bekannt.© BMDW/Hartberger

Wien. (kle) Insgesamt 355 Firmen aus dem Ausland haben 2018 ihre Zelte in Österreich aufgeschlagen - um drei Prozent mehr als im Jahr davor. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und der Geschäftsführer der staatlichen Betriebsansiedlungsagentur ABA, René Siegl, sprachen am Dienstag von einem neuen Rekordergebnis. Alles in allem sorgten die Neuansiedlungen für ein Investitionsvolumen von 734 Millionen Euro sowie fast 2900 zusätzliche Arbeitsplätze.

Die ABA, die Austrian Business Agency, ist für die Betreuung ausländischer Unternehmen bei Ansiedlungen zuständig und ressortiert zum Wirtschaftsministerium. Für jeden neuen Job, der durch Betriebsansiedlungen entstanden ist, habe die ABA im vergangenen Jahr 1700 Euro aufgewendet, sagte Siegl vor Journalisten. "Wir gehen also davon aus, dass wir unser Geld wert sind."

Rund 1000 Projekte derzeit in der Pipeline

Aktuell betreut die ABA mehr als 1000 Projekte - laut Siegl so viele wie noch nie in ihrer 37-jährigen Geschichte. Für heuer ist vor diesem Hintergrund geplant, die Zahl der Betriebsansiedlungen erneut zu steigern, und zwar auf über 440, wie das Wirtschaftsministerium als Ziel vorgegeben hat.


© M. Hirsch © M. Hirsch

Dass zunehmend mehr ausländische Firmen Österreich für eine Ansiedlung ins Auge fassen, hat aus Schramböcks Sicht mehrere Gründe. So könne das Land nicht nur durch seine geopolitische Lage als Brücke und Tor zu Zentral- und Osteuropa sowie zur übrigen EU punkten, sondern auch als Innovations- und Hightech-Standort mit hoher Qualifikation der Fachkräfte. "Wir sind in Europa die Nummer zwei nach Schweden in Bezug auf Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt", so die Ministerin. Dabei verwies sie auch auf die 14-prozentige Forschungsprämie, die in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal bei Standortentscheidungen sei.

Deutschland klar vor Schweiz und Italien

2018 war Deutschland mit 108 Ansiedlungen wie schon im Jahr davor die Nummer eins unter den Investorenländern. Auf dem zweiten Platz lag die Schweiz (36), auf dem dritten Italien (28). Indes verdoppelten sich die Ansiedlungen britischer Unternehmen auf 14 - laut Schramböck auch wegen des geplanten Brexit. Wie die Ministerin dazu erklärte, sei dies aus ihrer Sicht erst der Beginn von Ansiedlungen britischer Betriebe in Österreich.

Von den von der ABA betreuten Auslandsfirmen hat sich 2018 rein statistisch mehr als jede zweite in Wien (182) angesiedelt und damit wie in den Jahren davor das Gros. Seit dem Jahr 2002 erstmals wieder Platz zwei belegt Niederösterreich (32), gefolgt von Salzburg (30) und der Steiermark (29). Danach kommen Kärnten (22), Tirol (18), Vorarlberg (16), Oberösterreich (15) und das Burgenland (6). Darüber hinaus haben fünf Firmen Standorte in mehreren Bundesländern.

Unter den Branchen waren im vergangenen Jahr laut ABA der Bereich IT/Telekom/Software mit 56 sowie wirtschaftsnahe Dienstleistungen mit 55 Betriebsansiedlungen erneut am stärksten vertreten. 22 ausländische Start-ups entschieden sich für Österreich. Ungebrochen ist auch das Interesse osteuropäischer Unternehmen. Ihr Anteil lag im Vorjahr mit 88 Unternehmen bei knapp einem Viertel aller neuen ABA-Ansiedlungen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2019-02-12 17:06:12
Letzte Änderung am 2019-02-12 17:22:09



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