Wien. (apa/kle) Die teilstaatliche Telekom Austria hat 2018 um fast 30 Prozent weniger verdient als im Jahr davor. Steuerliche Sondereffekte und Markenwertabschreibungen drückten den Nettogewinn auf 242,7 Millionen Euro.

Wie der der neue Konzernchef, Thomas Arnoldner, dazu erklärt, dürfe man den starken Rückgang beim Jahresergebnis jedoch nicht überbewerten. Zumal die Investoren auf das Umsatzwachstum - dieses lag bei 1,8 Prozent - und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), ohne Restrukturierungskosten achteten. Das Ebitda gab zwar um 1,3 Prozent nach, bereinigt legte es aber um 1,6 Prozent zu.

Einheitliche Marke

Für 2018 soll die Dividende von 20 auf 21 Cent pro Aktie erhöht werden, kündigt Arnoldner an. Dieses Niveau sei auch für 2019 geplant.

Für heuer geht Arnoldner von einem positiven Geschäftsverlauf aus. Sowohl am Heimatmarkt als auch bei den Auslandsgeschäften in Südosteuropa rechnet er mit einem Wachstum. Die Markenwertabschreibungen im Zuge der konzernweiten Vereinheitlichung des Außenauftritts auf die Marke A1 seien mittlerweile zu 90 Prozent verdaut, so Arnoldner.

Die Börse zeigte sich am Mittwoch nicht so zuversichtlich wie der ehemalige T-Systems-Austria-Chef. Im Verlauf zeigte sich der Aktienkurs der Telekom Austria mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 6,44 Euro schwächer.

Einen drastischen Mitarbeiterabbau, wie von Belegschaftsvertretern im Vorfeld der Betriebsratswahlen verkündet, sieht Arnoldner nicht. Es werde aber weiterhin eine moderate Stellenreduktion geben, wie auch schon in den Jahren zuvor.

Größter Einzelaktionär der Telekom Austria ist der mexikanische Mobilfunkriese América Móvil mit 51 Prozent. Der Bund hält noch 28,42 Prozent der Anteile, der Rest befindet sich in den Händen von Streubesitzaktionären.