Wien/Schwechat. Der Flughafen Wien hofft weiter auf grünes Licht für die 3. Piste. Vorstand Günther Ofner ist zuversichtlich, dass eine Gerichtsentscheidung über die Zulässigkeit bis Sommer fällt. Zuletzt habe es acht Monate gedauert, bis der Einwand der Gemeinde Parndorf, sie wären über den Bau nicht informiert gewesen, abgeschmettert wurde.

Ein anderes Problemfeld sind die Verspätungen im Luftverkehr. Sie haben zu deutlich höherem Personalaufwand mit Überstunden und Ersatzruhezeiten geführt, der operative Gewinn des Bereichs ist 2018 von 10,5 auf 3,1 Millionen Euro zurückgegangen. Heuer soll es dank zusätzlicher Umsätze und dem Abbau von Überstunden wieder eine deutliche Ergebnisverbesserung geben. Dazu sei die Planung und Organisation geändert worden, sagte Vorstand Julian Jäger.

Auch die Auslandstöchter wuchsen

Nicht nur der Flughafen Wien selber sondern auch seine beiden Auslandstöchter in der Slowakei und auf Malta sind im Vorjahr gewachsen. Im Malta gab es 6,8 Mio. Passagiere, um 13,2 Prozent mehr als 2017. In Kosice wurden 0,5 Mio. Passagiere abgefertigt, das bedeutet einen Anstieg um 9,1 Prozent, sagte Jäger am Dienstag bei der Präsentation vorläufiger Zahlen.

In Malta ergab sich bei einem Umsatz von 92,2 Mio. Euro ein Nettogewinn von 30,3 Mio. Euro. Der Flughafen Wien investiert kräftig, geplant sind ein neues Hotel, ein neues Bürogebäude und die Verbesserung der Terminals. Sowohl die Gastronomie als auch die Einkaufsmöglichkeiten wurden ausgeweitet.

Kosice hat bei 13,3 Millionen Euro Umsatz einen Nettogewinn von 2,6 Mio. Euro und sei der einzige slowakische Flughafen, der überhaupt Gewinn macht, so Jäger. Auch in anderen Ländern sei es "nicht selbstverständlich" bei nur 500.000 Passagieren Gewinn zu erwirtschaften. Heuer werde ein schwieriges Jahr, weil der Flug von Kosice nach Bratislava eingestellt wurde. Die Ergebnisse sollten sich aber trotzdem nicht dramatisch verschlechtern.