Wien. (kle/apa) Österreichs größter Airport, der Flughafen Wien, hat im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn deutlich ausgebaut. Der Hauptgrund für diesen Erfolg war ein neuer Rekord beim Passagieraufkommen, 2018 wurden in Wien-Schwechat erstmals 27 Millionen Flugreisende abgefertigt. Die Dividende soll nun um fast ein Drittel auf 89 Cent je Aktie angehoben werden, kündigte das Flughafen-Management am Dienstag an.

Für heuer gehen die Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger von einem weiteren Anstieg des Umsatzes auf mehr als 820 Millionen Euro und des Nettogewinns auf zumindest 165 Millionen Euro aus. 2018 hat der Flughafen nach vorläufigen Zahlen 799,7 Millionen Euro umgesetzt und unter dem Strich 151,9 Millionen Euro verdient.

Zugrundegelegt ist dem positiven Geschäftsausblick die Erwartung eines weiteren starken Verkehrswachstums. Für 2019 rechnen Ofner und Jäger bereits mit zirka 30 Millionen Passagieren.

- © M. Hirsch
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Aber auch bei Investitionen in die Infrastruktur - geplant sind 220 Millionen Euro - und bei den Betriebsansiedlungen stehen die Zeichen auf Wachstum. Insgesamt werden für heuer acht bis zehn Neuansiedlungen erwartet.

Der Flughafen Wien sieht sich mit den angesiedelten Firmen als Jobmotor: Einschließlich aller am Gelände tätigen Betriebe soll die Zahl der Arbeitsplätze von rund 22.500 im Jahr 2018 auf 25.000 bis Ende 2019 steigen. Abgesehen vom Office Park ist es der Logistiker DHL, der ab Mai 200 bis 300 Jobs schafft, aber auch die Fluglinien brauchen mehr Personal und die Exekutive stockt auch um 100 Posten auf. Die Flughafen Wien AG selbst - mit ihren Tochterfirmen - dürfte heuer den Beschäftigtenstand von rund 6250 Mitarbeitern in etwa halten.

Milliarden-Investitionen
in den nächsten zehn Jahren

Unterdessen hofft der Flughafen Wien weiter auf grünes Licht für die dritte Piste. Ofner ist zuversichtlich, dass eine Gerichtsentscheidung über die Zulässigkeit bis zum Sommer fällt, wie er am Dienstag in der Jahrespressekonferenz sagte. Zuletzt habe es acht Monate gedauert, bis der Einwand der burgenländischen Gemeinde Parndorf, sie sei über den Bau nicht informiert gewesen, abgeschmettert wurde.

Langfristige Planungen des Airports sehen für die nächsten zehn Jahre Investitionen von 2,6 Milliarden Euro vor. Die dritte Piste ist darin noch nicht enthalten, dafür aber weitere Büroeinheiten (Office Park 5 und 6 ab etwa 2024) sowie drei neue Hangars, von denen zwei bereits in Bau sind.