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Wien. (apa/kle) Der Baustoffkonzern Wienerberger hat 2018 unterm Strich 133,5 Millionen Euro verdient - um acht Prozent mehr als im Jahr davor. Die Aktionäre sollen nun eine deutlich höhere Dividende bekommen. Geplant ist, die Ausschüttung pro Aktie von 30 auf 50 Cent anzuheben. "Wir hatten in allen Divisionen sehr starke Zuwächse", berichtete Firmenchef Heimo Scheuch am Mittwoch bei der Bilanzpräsentation. Aus seiner Sicht sollten sich die Märkte für Wohnungsneubau und Infrastruktur auch heuer stabil entwickeln respektive leicht wachsen.

Weltweit präsent ist der Wiener Großkonzern an mehr als 200 Standorten, wobei Großbritannien der größte Einzelmarkt ist. Der Brexit macht noch keine Probleme. "Derzeit fahren wir Volllast in den 14 Fabriken", sagte Scheuch. Die Nachfrage sei hoch. Es droht aber nach wie vor auch ein harter, also ungeregelter EU-Ausstieg der Briten. "Seit mehr als zwei Jahren prägt uns dieses Thema", so der Wienerberger-Chef. "Wir arbeiten an allen möglichen Szenarien, die uns treffen könnten." 2018 habe Wienerberger den Marktanteil in Großbritannien noch erhöht. Aber: "Wir werden, wenn es notwendig ist, anpassen." Aktuell beschäftigt Wienerberger mehr als 1200 Mitarbeiter im Vereinigten Königreich und erzielt dort rund ein Zehntel des Konzernumsatzes.

Umsatz auf Rekordniveau

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Weltweit setzte das Unternehmen 2018 mit Baustoffen für Wände, Fassaden, Dächer und Freiflächen sowie mit Rohren aus Kunststoff und Keramik 3,305 Milliarden Euro um. Das war ein Plus von sechs Prozent und der bisher höchste Wert in der Firmengeschichte, die bis ins Jahr 1819 zurückreicht. Auch die Werke in Osteuropa waren zuletzt voll ausgelastet.

Künftig will Wienerberger weiter wachsen und die Kosten weiter drosseln. Ein derzeit laufendes Sparprogramm soll im Zeitraum 2018 bis 2020 insgesamt 120 Millionen Euro einspielen. Im vergangenen Jahr sei mit entsprechenden Strukturverbesserungen bereits eine Steigerung des operativen Ergebnisses (Ebitda) um 20 Millionen Euro erreicht worden, hieß es. Heuer sollen es 40 Millionen Euro sein. Dabei gehe es um Verbesserungsmaßnahmen quer durch das Unternehmen - von der Produktion bis hin zur Verwaltung, wie Scheuch erklärte. Das frei werdende Geld soll in Akquisitionen investiert werden.