Wien. (kle/apa) Das Jahr 2018 hat dem oberösterreichischen Aluminiumkonzern Amag zwar Rekorde bei Absatz und Umsatz beschert, aber auch einen deutlich rückläufigen Gewinn. Neben einer massiven Verteuerung der Rohstoffpreise drückten vor allem auch Hochlaufkosten für neue Anlagen sowie die kräftig angehobenen US-Importzölle auf Aluminium das Nettoergebnis um 29 Prozent auf 44,5 Millionen Euro. Dennoch will das Unternehmen als Dividende unverändert 1,20 Euro pro Aktie zahlen, wie es am Donnerstag ankündigte.

Für die Zukunft ist das Amag-Management grundsätzlich positiv gestimmt. Die weltweite Nachfrage sei intakt, sie steige seit Jahren. "2018 wurden 66 Millionen Tonnen Aluminium verbraucht - in China betrug der Anstieg sechs Prozent, in Europa drei bis vier Prozent", verwies der scheidende Vorstandschef Helmut Wieser bei der Bilanzpräsentation auf einen neuen Höchstwert. Seine Nachfolge tritt mit heutigem Freitag der bisherige Finanzvorstand Gerald Mayer an, Wieser geht in Pension.

Laufend Investitionen

Um das Marktwachstum besser nutzen zu können, hat die Amag in den vergangenen zehn Jahren rund eine Milliarde Euro in ihre österreichischen Standorte, vor allem in das Stammwerk in Ranshofen, investiert. Im Vorjahr flossen 80 Millionen Euro an Investitionen, für heuer sind 100 Millionen Euro geplant. "Momentan bauen wir zum Beispiel an einem neuen Hochregallager", sagte Mayer.

"Hätten wir in den vergangenen Jahren nicht so ausgebaut, hätten wir jetzt keine Kapazitäten für das Wachstum", betonte Wieser. Die boomende Luftfahrtindustrie und der Trend zu leichteren Autoteilen sollten die allgemeine Nachfrage nach Aluminium künftig weiter befeuern.

2018 lag der Gesamtabsatz bei der Amag mit 424.600 Tonnen um ein Prozent über dem Wert vom Jahr davor. Der Konzernumsatz stieg um sechs Prozent auf 1,102 Milliarden Euro.

Positive Beschäftigungseffekte

Die Expansion bei der Amag - das Kürzel steht für Austria Metall AG - bringt aber auch zusätzliche Arbeitsplätze: Binnen fünf Jahren stieg der Personalstand um 400 auf rund 2000 Beschäftigte. Im Jahresdurchschnitt hatte der Innviertler Konzern 2018 insgesamt 1959 Mitarbeiter (inklusive Leihpersonal, ohne Lehrlinge). Per Ende Dezember waren es 1849 Mitarbeiter - um vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.