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Wien/Dornbirn. (kle) Beim Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel läuft es mit der Sanierung offensichtlich zäher als gedacht. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018/19 (per Ende April) war das Dornbirner Unternehmen mit schrumpfenden Umsätzen und einem deutlich höheren Verlust konfrontiert. Konzernchef Alfred Felder erklärte dazu am Dienstag in einer Presseaussendung, dass Zumtobel trotz bereits durchgeführter Einsparmaßnahmen noch keine wettbewerbsfähige Kostenstruktur habe.

An der Börse fiel die Reaktion auf die neuesten Firmennachrichten heftig aus. Im Handelsverlauf stürzte der Aktienkurs von Zumtobel um bis zu 13,5 Prozent auf 6,90 Euro ab.

Der Traditionskonzern aus dem Ländle gilt als Spezialist für die Innen- und Außenbeleuchtung von Geschäften im Einzelhandel, aber auch für Straßen- und Tunnelbeleuchtung. Besonders schlecht lief es für ihn im dritten Geschäftsquartal, da sprang der Netto-Verlust von 9,3 auf 14,8 Millionen Euro. In den ersten drei Quartalen belief sich das Minus auf 6,1 Millionen Euro - nach einem Fehlbetrag von 1,7 Millionen im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Umsatzeinbruch in Britannien

Der Gruppenumsatz sank in den ersten neun Monaten des Wirtschaftsjahres 2018/19 um 4,9 Prozent auf 863,8 Millionen Euro. Zur Begründung verwies Zumtobel unter anderem auf den intensiven Preiswettbewerb in der Beleuchtungsindustrie und auch darauf, dass die Erlöse in Großbritannien, dem wichtigsten Einzelmarkt des Unternehmens, um 14 Prozent einbrachen.

Kleine Lichtblicke gab es im Berichtszeitraum dennoch: So stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) unter Herausrechnung von Sondereffekten von 20,5 auf 23,9 Millionen Euro. Bei den Verwaltungskosten sparte Zumtobel knapp 22 Millionen Euro ein. Um die Kosten weiter zu drosseln, soll die Produktion im chinesischen Leuchtenwerk Guangzhou auf eine minimale Auslastung für die Fertigung von Kleinserien heruntergefahren werden.

Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet CEO Felder bei dem um Sondereffekte bereinigten Ebit mit einer leichten Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 19,7 Millionen Euro. Mittelfristig peilt er eine Ebit-Marge von rund sechs Prozent des Umsatzes an.