Wien. (apa/kle) Die gute Konjunktur hat den heimischen Außenhandel 2018 kräftig in Schwung gebracht, auch wenn sich die Dynamik im Dezember merklich eingebremst hat. Wie aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervorgeht, stiegen die Exporte um 5,7 Prozent auf 150,0 Milliarden Euro, die Importe um 5,5 Prozent auf 155,7 Milliarden Euro. Das Defizit in der Handelsbilanz vergrößerte sich von 5,6 auf 5,7 Milliarden Euro.

Der Löwenanteil der heimischen Ausfuhren ging nach Deutschland (45,3 Milliarden Euro), das war fast ein Drittel aller Exporte. Mit deutlichem Abstand dahinter folgten die USA (10,6 Milliarden Euro), Italien (9,8 Milliarden), die Schweiz (7 Milliarden) und Frankreich (6,4 Milliarden). Die Exporte in die USA überstiegen 2018 erstmals die 10-Milliarden-Marke.

Deutschland größtes Lieferland

Aus Deutschland importierte Österreich im Vorjahr Waren im Wert von 55,7 Milliarden Euro - das entspricht 35,8 Prozent aller Einfuhren. Weitere bedeutende Lieferländer waren Italien (9,9 Milliarden Euro), China (9,1 Milliarden), die Schweiz (6,8 Milliarden) und Tschechien (6,7 Milliarden).

- © M. Hirsch
© M. Hirsch

Das Gros der Handelsprodukte machten Maschinen und Fahrzeuge aus - bei den Exporten, aber auch bei den Importen: Der Ausfuhranteil dieser Warengruppe lag 2018 bei 40,1 Prozent, der Einfuhranteil bei 35,1 Prozent.

Aus der EU bezog Österreich Waren im Wert von fast 110 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent), während die Exporte in andere EU-Länder 104,9 Milliarden Euro (plus 5,9 Prozent) erreichten. Die Ausfuhren in Nicht-EU-Länder erhöhten sich um 5,3 Prozent auf 45,13 Milliarden Euro und die Einfuhren von dort um 6,4 Prozent auf 45,75 Milliarden Euro.