Wien. Der Fensterhersteller Internorm mit Sitz im oberösterreichischen Traun ist mit dem Geschäftsjahr 2018 zufrieden und sieht dem Brexit "relativ entspannt" entgegen. Man habe in Großbritannien mit Produkten, die es dort nicht gebe, eine Nische besetzt, sagte Unternehmenssprecher und Miteigentümer Christian Klinger am Mittwoch vor Journalisten. Es seien dort noch Einscheibenglas-Fenster üblich, hier bringe Internorm mit energieeffizienten Fenstern Know-how auf die Insel. Allerdings hat Großbritannien nur 3,5 Prozent Anteil am Exportvolumen von Internorm.

Der Umsatz des Fensterherstellers stieg im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 344 Millionen Euro. Seinen Schwerpunkt hat Internorm im DACH-Raum, auf den etwa drei Viertel des Geschäfts entfallen. Dort legte man 2018 um 5,8 Prozent zu.

Marktanteil in Österreich ausgebaut

In Österreich, wo man nach Unternehmensangaben den Marktanteil von 14,7 Prozent auf 15,4 Prozent ausbaute, stieg der Auftragseingang um 3,6 Prozent, in Deutschland um 8,9 und in der Schweiz um 8,2 Prozent.

In Frankreich und Italien sank der Auftragseingang hingegen, was das Internorm-Management auch auf die politische Lage in diesen Ländern zurückführt. Vor allem in Frankreich sei "die Stimmung zusammengebrochen", so Klinger, Stichwort "Gelbwesten". Insgesamt wuchs die Exportquote im vergangenen Jahr um 3 Prozentpunkte auf gut 58 Prozent.

Das Geschäft verlagere sich derzeit wieder mehr in Richtung Neubau und weniger in Richtung Sanierung, hieß es. 2019 will Internorm 23 Millionen Euro investieren, 2018 waren es etwa 18 Millionen Euro.