Wien. (apa/kle) Beim Faserproduzenten Lenzing stehen heuer zwei weitreichende Entscheidungen an. Zu Beginn des zweiten Habjahres will der oberösterreichische Weltkonzern über den Bau eines Lyocell-Fabrik in Thailand entscheiden, zudem soll zum Jahresende die Entscheidung über den Bau eines Faserzellstoffwerkes in Brasilien fallen, so Vorstandschef Stefan Doboczky. Vorübergehend gestoppt hat Lenzing hingegen den Lyocell-Ausbau in den USA (Mobile/Alabama).

Die Lyocell-Faser wirft für Lenzing höhere Margen ab. Verwendet wird sie zum Beispiel für die Herstellung von Jeans- und Blusenstoffen, Sport-Funktionstextilien, Arbeitsbekleidung, Unterwäsche und Bettartikel sowie als Vliesstoff für Hygiene- und Kosmetikartikel.

Für 2018 gab Lenzing am Donnerstag einen um knapp die Hälfte gesunkenen Jahresgewinn von 148,2 Millionen Euro bekannt. Der Umsatz schrumpfte um 3,7 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro.