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Wien. (kle) Elisabeth Stadler sieht die Zukunft der Vienna Insurance Group (VIG) nach wie vor in den osteuropäischen Wachstumsmärkten. "Wir wollen in diese Region weiter investieren", sagte die Chefin der größten heimischen Versicherungsgruppe am Donnerstag bei der Bilanzvorlage. "Die Märkte, in denen wir tätig sind, wachsen im Durchschnitt doppelt so stark wie die Staaten der Eurozone." Davon will die VIG, die sich in Osteuropa (CEE) als Branchen-Primus sieht, weiter profitieren.

Auch Zukäufe hat sie im Visier. Finanziell sei für Akquisitionen jedenfalls "einiges an Luft" da, sollte die VIG geeignete Übernahmeziele finden. 2018 hat das Unternehmen für Zukäufe einen kleineren dreistelligen Millionenbetrag in Euro flüssiggemacht.

Im abgelaufenen Jahr steuerte das Geschäft in Osteuropa bereits 56 Prozent zu den Prämieneinnahmen und 53 Prozent zum Gewinn der VIG bei. Präsent ist der börsennotierte Konzern, der rund 25.000 Mitarbeiter hat, in 25 Ländern (inklusive Österreich).

Ihre digitalen Aktivitäten will die VIG ebenfalls weiter forcieren, wobei auch mit Service durch Assistance-Leistungen - vor allem in eigenen Gesellschaften - gepunktet werden soll. Stadler sprach von gut 150 laufenden Digitalisierungsprojekten. Ein Beispiel aus Estland: Eine Autoversicherung sei dort nach dem Antrag binnen zwei Minuten beim Kunden. Für Investitionen in die Digitalisierung sind gruppenweit rund 200 Millionen Euro für den Zeitraum 2017 bis 2020 vorgesehen.

Höhere Dividende winkt

Für das vergangene Jahr gab die VIG am Donnerstag ein Prämienplus von 2,9 Prozent auf 9,66 Milliarden Euro bekannt. Vor Steuern verdiente sie mit 485,4 Millionen Euro um fast ein Zehntel mehr als im Jahr 2017, netto fiel ihr Gewinn jedoch mit 268,9 Millionen Euro wegen einer höheren Steuerquote um 9,6 Prozent schwächer aus. Die Dividende soll dennoch um zehn Cent auf einen Euro pro Aktie angehoben werden.

Für heuer peilt die VIG ein Prämienvolumen von 9,9 Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn (EGT) von 500 bis 520 Millionen an, 2020 sollen es 10,2 Milliarden Euro bei den Prämien und 530 bis 550 Millionen beim EGT sein.