Die teilstaatliche Telekom Austria, die mehrheitlich der mexikanischen America Movil gehört, will in den kommenden Jahren bis zu 1600 Beamte loswerden. Der laufende Personalabbau bei dem börsennotierten Konzern ist bekannt, das genaue Ausmaß nicht. Die Rede sei von 1200 bis 1600 Mitarbeitern, vorrangig Beamte, die das Unternehmen in den kommenden vier Jahren verlassen sollen, schreibt die "Presse".  Das hieße, dass "nahezu jeder Zweite der 3700 Beamten" ausscheiden soll.

Beim jüngsten Kollektivvertragsabschluss sei die Verlängerung des bestehenden Vorruhestandsmodells für Beamte jedenfalls auf weitere vier Jahre festgezurrt worden. Ab dem 55. Lebensjahr können Beamte dem Bericht zufolge mit rund 55 Prozent ihres Gehalts ausscheiden. Frühestens ab dem 62. Lebensjahr könnten sie - mit Abschlägen - in die Regelpension wechseln. Bisher hätten pro Jahr gut 250 bis 300 beamtete Mitarbeiter das Angebot angenommen. "Wir wollen wissen, wie die längerfristige Personalplanung mit genauen Zahlen aussieht", forderte Betriebsratschef Werner Luksch im Gespräch mit der "Presse".

Denn er vermutet, dass die Konzernführung darüber hinausgehen möchte - unter anderem über die Auslagerung von Geschäftsstellen. Konzernchef Thomas Arnoldner habe wiederholt darauf hingewiesen, dass die Personalkosten jährlich leicht gesenkt werden sollen, sagte Telekom-Sprecherin Livia D'Andrea zu der Zeitung. Das betreffe "ein paar Hundert Stellen". Allein die natürliche Fluktuation mache rund 300 Stellen pro Jahr aus.

Fest steht jedenfalls, dass der Personalabbau 2019 in etwas verschärfter Form weitergehen soll: In den vergangenen Jahren habe es jedes Jahr einen Abgang von einigen Hundert Personen gegeben, erklärte Arnoldner kürzlich vor Journalisten in Wien. In einer ähnlichen Größenordnung, "in einem leicht höheren Ausmaß", werde man das heuer sehen können, sagte er.

Derzeit sind bei der Telekom Austria rund 8000 Arbeitnehmer beschäftigt - ohne die bereits im Vorruhestand befindlichen 1600 Beamten und rund 1200 Leasingkräfte.