Wiener Neudorf. Im Sanierungsverfahren der niederösterreichischen Alufix-Folienverarbeitungsgesellschaft haben sich bisher mehrere Interessenten gemeldet. Laut Masseverwalter Michael Lentsch handelt es sich sowohl um strategische als auch um Finanzinvestoren aus Österreich und Europa.

Der 1964 gegründete Folienproduzent mit Sitz in Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) hat im März beim Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung angemeldet. Mit 52,4 Millionen Euro ist es die bisher größte Insolvenz des Jahres in Niederösterreich. Betroffen sind 167 Arbeitnehmer und mehr als 300 Gläubiger. Als Ursachen für die Pleite wurden etwa Produktionsschwierigkeiten und Preisdruck genannt.

Ein Jobabbau sei nicht geplant, dafür sehe er auch keine großen Potenziale, sagt Lentsch. Die Produktion konnte mithilfe eines Fortführungskredit aufrechterhalten werden, außerdem wurde ein Factoring-Vertrag zum Verkauf offener Forderungen abgeschlossen. (Apa)