Wien. (apa/red.) Der Tiroler Kristallkonzern Swarovski hat es in einem internationalen Ranking der umsatzstärksten Luxusgüterunternehmen auf Platz 24 geschafft und kann sich damit im obersten Viertel der Top-100 behaupten. Im Vergleich zum Vorjahr ist der heimische Konzern aber um einen Platz nach hinten gerutscht, wie aus einer Studie des Unternehmensberaters Deloitte hervorgeht.

Swarovski habe im Finanzjahr 2017 rund 3 Milliarden US-Dollar (2,7 Milliarden Euro) umgesetzt. "Der Tiroler Kristallkonzern blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück. Auch im harten globalen Wettbewerb kann sich Swarovski behaupten", sagt Margareta Holz von Deloitte Österreich. Der Kristallglashersteller ist der einzige im Ranking vertretene österreichische Konzern.

Alle Top-100-Unternehmen gemeinsam brachten es laut der Studie allein mit dem Verkauf von Luxusgütern auf 247 Milliarden Dollar Umsatz, wobei die zehn größten mit 119 Milliarden Dollar fast die Hälfte (48 Prozent) davon erwirtschafteten. Das durchschnittliche Umsatzwachstum sei binnen einem Jahr von 1,0 auf 10,8 Prozent gestiegen, wie es in der Studie weiter heißt. Dies sei beachtlich - ebenso wie die hohe durchschnittliche Nettogewinnspanne von nahezu zehn Prozent.

"Um diesen Erfolg langfristig zu halten, werden vor allem Topverdiener mit Faible für Online-Shopping als Zielgruppe immer wichtiger", erklärt Branchenexpertin Holz. "Die Unternehmen investieren bereits verstärkt in entsprechende Angebote."

Frankreich dominiert Top-10

An der Spitze des Rankings liegt unangefochten der französische Konzern LVMH (Umsatz: 28 Milliarden Dollar), zu dem neben Louis Vuitton, Moet und Hennessy auch die Marken Christian Dior, Fendi, Bulgari und Marc Jacobs gehören. Auf Platz zwei und drei rangieren ebenfalls unverändert zum Vorjahr der US-Kosmetikriese Estée Lauder (13,7 Milliarden Dollar) und der Schweizer Uhrenhersteller Richemont (12,8 Milliarden Dollar), zu dem unter anderem die Marken Cartier, Montblanc und Chloe gehören. Am häufigsten in der Gesamtliste vertreten sind Unternehmen aus Italien (24), während die Top-10 von Frankreich (3) dominiert werden. Nach Italien sind in den Top-100 auch die USA mit 14 Konzernen häufig vertreten.