Wien. (apa/kle) An der Wiener Börse dominieren internationale Aktionäre. Der Streubesitz der heimischen Unternehmen, die im Börsensegment ATX Prime notieren, gehört zu 65,3 Prozent institutionellen Investoren aus dem Ausland, vor allem aus den USA, gab die Börse am Mittwoch in einer Aussendung bekannt. Heimische Privatanleger halten nur 18,4 Prozent, nichtfinanzielle Firmen 16,3 Prozent.

Institutionelle amerikanische Anleger wie etwa Pensionsfonds waren per Jahresende 2018 mit 6,62 Milliarden Euro in österreichischen Aktien investiert, geht laut Wiener Börse aus einer von ihr in Auftrag gegebenen Untersuchung hervor, die diese Woche im Beisein einer hochrangigen politischen Delegation und von 24 Managern börsennotierter Unternehmen aus Österreich auf einer Roadshow in New York vorgestellt wurde. Der Anteil dieser US-Investoren belief sich damit auf 24,5 Prozent.

Mehr Austro-Anlageprofis

Dahinter folgten institutionelle Anleger aus Österreich, deren Anteil 2018 im Jahresabstand von 20,7 auf 23,5 Prozent stieg. Institutionelle aus Großbritannien gehörten "trotz Brexit-Unruhe" auch weiterhin zu den wichtigsten Investorengruppen, so die Wiener Börse. Ebenfalls wichtig seien die Großanleger aus Frankreich (6,4 Prozent), Deutschland (6,1 Prozent) und Norwegen (5,6 Prozent).

Im Einzelranking führt die norwegische Norges Bank Investment Management, vor der amerikanischen The Vanguard Group und BlackRock Fund Advisors, ebenfalls aus den USA. Von österreichischer Seite her belegte die Erste Asset Management GmbH Platz vier, die Erste Sparinvest Kapitalanlagegesellschaft Platz sechs und die Raiffeisen Kapitalanlagegesellschaft Platz zehn der größten Anleger im ATX Prime.