Wien. Die Preise für Schweinefleisch steigen, das werden auch die Konsumenten bald merken. Laut Agrarmarkt Austria ist der Durchschnittspreis für Schlachtschweine alleine in der Vorwoche um 7 Cent je Kilo gestiegen. Mit 1,79 Euro je Kilo lag der Preis um 15,5 Prozent über dem Vorjahr, geht aus der AMA-Marktanalyse hervor.  Schlachtreife Schweine sind weiter gefragt, auch wenn die abgeschlossene Osterschinken-Herstellung zu einer leichten Nachfrage-Beruhigung geführt habe.

Die Preise für Schweinehälften je Kilogramm sind derzeit mit den 1,79 Euro etwa so hoch wie vor zwei Jahren und um gut 25 Cent höher als vor einem Jahr. Für die starke Nachfrage und Preissteigerung gebe es zwei Gründe. Einerseits breite sich die Afrikanische Schweinepest aus. Andererseits komme noch der Riesenhunger der Chinesen auf Schweinernes dazu, das immer stärker auch aus Europa importiert wird.

Zuletzt starteten neue Verhandlungen zwischen Industrie und Lebensmittelhändlern. "Wir kalkulieren gerade", sagte der Obmann des Verbandes der Fleischwarenindustrie, Karl Schmiedbauer, kürzlich zum "Standard". "Statt fünf Euro wird Schnitzelfleisch künftig wohl sieben Euro das Kilo kosten", sagte der Chef der Schweinebörse Johann Schlederer.

Auf dem EU-Schweinemarkt näherten sich Angebot und Nachfrage laut AMA in der Vorwoche an. Die angebotenen Mengen waren weiterhin unterdurchschnittlich, die Nachfrage rege. Impulse liefern die Exporte nach China, aber auch die beginnende Grillsaison. (apa)