Wien. Die AUA weist den Vorwurf der Transportgewerkschaft Vida zurück, wonach sie die Beschäftigten in Regionalflughäfen, die geschlossen werden sollen, "im Regen stehen lasse". Man wolle alle 209 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kabine und Cockpit, die aktuell in den Bundesländern stationiert sind, im Unternehmen halten. Entsprechende Pakete dafür seien bereits entwickelt worden, so die AUA.

Laut der Lufthansa-Tochter waren die Arbeitnehmervertreter für die Abstimmung dieser Pakete in den letzten Wochen nicht verfügbar, weswegen den Mitarbeitern bisher auch keine Pakete vorgestellt werden konnten. In Kürze gebe es wieder einen Verhandlungstermin mit dem Betriebsrat Bord.

Wie berichtet werden die derzeit sechs Basen für AUA-Crews in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg aufgelassen. Die bisherigen Deutschland-Flüge (nach Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart) aus den Landeshauptstädten übernehmen Lufthansa und Eurowings.

"Unmoralische Angebote"

Die Gewerkschaft Vida hatte in einer Aussendung von "unmoralischen Angeboten" an die betroffenen Beschäftigten gesprochen. So soll beispielsweise eine  Flugbegleiterin, die im Süden der Steiermark wohnt,  etwa 5000 Euro erhalten, wenn sie auf alle ihre Rechte verzichte und ihren Dienstort nach Wien verlege.

"Das Unternehmen versucht, Beschäftigte aus ihrem Sozial- und Familienumfeld herauszureißen", so Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Vida. "Das Angebot ist eigentlich nur annehmbar, wenn man seinen Wohnort in die Nähe des Flughafens verlegt. Vor und nach einem Flugdienst, der bis zu 14 Stunden dauern kann, ist es einfach nicht zumutbar, dass diese Flugbegleiterin noch einen An- und Abreiseweg von über zwei Stunden auf sich nimmt."   Zusätzlich müsse die Flugbegleiterin bis zum 10. Mai entscheiden, ob sie auf dieses Angebot einsteige. (apa)