Wien. (kle) Am kommenden Dienstag sollen die Aktien des österreichischen Hightech-Unternehmens Frequentis erstmals an den Börsen in Wien und Frankfurt gehandelt werden. Ausgegeben werden sie zu einem Stückpreis von 18 Euro, teilte die Firma, die Flugsicherungssysteme und Software für Sicherheitsbehörden entwickelt, Mittwochabend nach dem Ende der Zeichnungsfrist mit. Der nun fixierte Preis liegt damit am unteren Ende der Spanne, die 18 bis 21 Euro betragen hatte.

Für Frequentis spricht indes, dass das Angebotsvolumen von drei Millionen Aktien - konkret 1,2 Millionen neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung und 1,8 Millionen aus dem Bestand des Mehrheitseigentümers Johannes Bardach - zur Gänze verkauft werden konnte. Denn zuletzt war die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten alles andere als gut.

In Summe spült der Börsengang (IPO) brutto 54 Millionen Euro in die Kassen, wobei dem Unternehmen über die Kapitalerhöhung 21,6 Millionen direkt zugutekommen und die restlichen 32,4 Millionen Euro an Bardach fließen.

Indes wird die Familie Bardach weiter Mehrheitseigentümer bleiben - mit rund 67 Prozent der Anteile. Die B&C-Gruppe, die an Lenzing, Amag und Semperit mehrheitlich beteiligt ist und sowohl bei einer Vorabplatzierung als auch beim IPO Frequentis-Aktien gekauft und gezeichnet hat, wird rund 10 Prozent halten. Der Rest entfällt auf Privatanleger.