Wien. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) sieht in den aktuellen Konjunkturdaten widersprüchliche Signale. Während einige Indikatoren weiter auf eine Abkühlung der Wirtschaft hindeuteten, sei die Wirtschaftsleistung in den USA und in der Eurozone im ersten Quartal wieder stärker gestiegen als zuletzt.

Die Konjunktur stehe zwischen Abkühlung und Stabilisierung, schreibt das Wifo in seinem monatlichen Konjunkturbericht. Insbesondere die Sachgütererzeugung leide unter der weltweiten Konjunkturflaute, während sich die Binnenwirtschaft robust entwickle. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt verflache allmählich, die Inflation sei weiterhin mäßig, fasst das Wifo zusammen.

Die österreichische Wirtschaft wuchs heuer im ersten Quartal nach vorläufiger Schätzung gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, nach 0,4 Prozent im vierten Quartal 2018. Die Unternehmensstimmung hat sich im April laut Wifo-Konjunkturtest wieder etwas stabilisiert und ist in der Gesamtwirtschaft weiterhin überdurchschnittlich positiv.

Allerdings zeige sich auch hier die Konjunkturschwäche vor allem in der Industrieproduktion, welche die künftige Entwicklung nur noch wenig optimistisch beurteile. Die Einschätzung der Auftragsbestände und der Kapazitätsauslastung habe sich deutlich verschlechtert, die aktuelle Lage werde allerdings nach wie vor überwiegend optimistisch beurteilt. (apa/kle)