Wien. Die B&C Privatstiftung hat durch die Übernahme zusätzlicher Aktien den Börsengang von Frequentis gerettet. Dies meldet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen. Wäre B&C nicht eingesprungen, hätte die Wiener Firma, die Flugsicherungssysteme und Software für Sicherheitsbehörden entwickelt, im Zuge ihres Börsengangs mangels Nachfrage nicht alle angebotenen Aktien absetzen können.

Sprecher von Frequentis und B&C äußerten sich gegenüber Bloomberg nicht zu den Details. B&C hatte selbst bekanntgegeben, dass sie nun rund 10 Prozent an Frequentis halte. Die Frequentis-Aktie soll ab kommendem Dienstag an den Börsen in Wien und Frankfurt gehandelt werden. Der Ausgabekurs war mit 18 Euro am unteren Ende der Preisspanne von 18 bis 21 Euro festgelegt worden.

Bloomberg verweist darauf, dass Börsengänge in Wien selten und oft wenig erfolgreich sind. Das Wiener Biotechunternehmen Marinomed schaffte es erst im zweiten Anlauf an die Börse und setzte dann weniger Anteilsscheine ab als geplant. Der einzige andere Börsengang in Wien in den vergangenen zwei Jahren war jener der Bawag im Herbst 2017. Aktuell liege der Kurs der Bawag-Aktie weiter 17 Prozent unter dem Ausgabepreis, erinnert Bloomberg.