Wien. (kle) Der österreichische Öl- und Gasriese OMV will seine Wiener Zentrale ausbauen. Geplant ist, dort das Personal-, Finanz- und IT-Management für den gesamten Konzern zu bündeln. Wie Firmenchef Rainer Seele am Freitag in einer Pressekonferenz mit Kanzler Sebastian Kurz ankündigte, sollen dabei mehr als 250 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. An der OMV, dem größten heimischen Industrieunternehmen, ist der Bund als größter Einzelaktionär mit 31,5 Prozent beteiligt.

"Wir haben uns entschlossen, dass wir das zentrale Datenmanagement der OMV und die zentrale Entwicklung im Bereich der Digitalisierung am Standort Wien durchführen", erklärte Seele. Die Umsetzung solle nun schrittweise - bis Ende 2020 - erfolgen. Damit "werden wir von Wien aus die internationale Steuerung des Konzerns sowie Digitalisierung, Technologieentwicklung und Innovation vorantreiben", so Seele. Kanzler Kurz sprach von einem "positiven Signal für den Wirtschaftsstandort Österreich".

Zur Entscheidung, die Zentrale auszubauen, sagte Seele, dass diese ein "Bekenntnis zum Innovationsstandort Österreich" sei. Aber auch die günstigen Steuervoraussetzungen sowie das "klare Bekenntnis" der Regierung zum Thema Digitalisierung" hätten dabei eine Rolle gespielt.

20190517_omv