Wien. Wer im Urlaub aufs Geld schauen muss, sollte heuer in die Türkei oder nach Bulgarien fliegen. Dort ist der Urlaub verhältnismäßig und mit Abstand am günstigsten. Hinter der Türkei und Bulgarien folgen preislich betrachtet mit deutlichem Abstand Ungarn, Kroatien, Portugal, Griechenland und Slowenien, heißt es in der "Urlaubseuro"-Studie der Bank Austria.

Aufgrund der starken Abwertung der türkischen Lira erhält man dort heuer für 100 Euro mehr als doppelt so viel, nämlich 219 Euro. Am Schwarzen Meer in Bulgarien sind es 189 Euro, am Balaton in Ungarn nach derzeitigem Stand 172 Euro, an der Adria in Kroatien 142 Euro, am Atlantik in Portugal 127 Euro, an der Soca in Slowenien 125 Euro und an den Küsten Spaniens 121 Euro. Minimal mehr als in Österreich bekommt man für einen Hunderter auch in Italien (107 Euro), Kanada (103 Euro) und Deutschland (101 Euro). Auf eins zu eins beläuft sich der Wert momentan in Großbritannien.

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Ägypten ist deutlich billiger geworden

Günstig ist es auch in nicht so klassischen europäischen Urlaubsdestinationen der Österreicher wie der Slowakei (139 Euro) und Polen (158 Euro). Billiger geworden ist es auch insgesamt in Afrika (minus 11 Prozent) und im Speziellen in Ägypten (minus 22,6 Prozent).

Weniger als in Österreich bekommt man für 100 Euro in den USA (98 Euro). Auch in Frankreich zahlt man so gesehen drauf, der Austro-Hunderter ist dort nur 94 Euro wert. Traditionellerweise ist das auch in der hochpreisigen Schweiz der Fall, wo man fast schon durch die Finger schaut, wenn man für den großen grünen Schein nur den Gegenwert von 72 Euro erhält.

"Der etwas schwächere Euro im Vergleich von 2019 zu 2018 und zum Teil höhere Inflationsraten haben den Wert des Urlaubseuro in Übersee für einen Urlauber aus Österreich 2019 fast zehn Prozent gesenkt, besonders in beliebten Destinationen in Afrika", analysiert Bank-Austria-Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer. "Lediglich Australien wurde etwas günstiger, bleibt aber weiterhin eine teure Destination", so Bruckbauer. Auch in Asien hat der Wert des Urlaubseuro 2019 abgenommen, im Durchschnitt jedoch lediglich drei Prozent."

In einer Gesamtsicht ist die Situation beim Urlaubseuro sehr ähnlich wie bereits im Sommer 2018. Denn in vielen wichtigen Urlaubsländern der Österreicher war der Preisanstieg ähnlich wie in zuhause und auch die Wechselkurse blieben relativ stabil. Viele beliebte Urlaubsländer seien aber ohnehin Teil des Euroraums, so die Bank Austria. (apa)