Wien. (apa/kle) Nach einem rund zehnprozentigen Gewinnplus im ersten Quartal ist die Vienna Insurance Group (VIG) zuversichtlich, ihre Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Man halte daran fest, heuer ein Prämienvolumen von 9,9 Milliarden Euro und 500 bis 520 Millionen Euro Vorsteuergewinn zu erzielen, erklärte Generaldirektorin Elisabeth Stadler am Mittwoch. Von Jänner bis Ende März schaffte der Wiener Versicherungskonzern 127,5 Millionen Euro, um neun Prozent mehr im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Nettogewinn stieg im abgelaufenen ersten Quartal um 10,5 Prozent auf 83,5 Millionen Euro. Allerdings verschlechterte sich die Schaden/Kosten-Quote (gemessen an den Einnahmen) durch zusätzliche Schadensaufwendungen wegen der winterlichen Unwettereinflüsse in Österreich und Tschechien um 0,6 Prozentpunkte auf 96,8 Prozent.

Prämienplus im ersten Quartal

Die Prämieneinnahmen wuchsen im ersten Jahresviertel um 2,9 Prozent auf 2,908 Milliarden Euro. Dabei legte die VIG in der Krankenversicherung um rund zehn Prozent zu. In der Lebensversicherung mit Einmalerlägen gab es hingegen ein Minus von rund zwei Prozent. Nach den geplanten deutlichen Rückgängen sei hier nun die erwartete Entspannung eingetreten, hieß es dazu in einer Aussendung.

Insgesamt ist die Vienna Insurance Group mit rund 50 Gesellschaften in 25 Ländern vertreten und zählt mehr als 25.000 Mitarbeiter. In Österreich, ihrem größten Einzelmarkt, erzielte sie im ersten Quartal ein Prämienplus von 0,5 Prozent auf 1,279 Milliarden Euro sowie einen Vorsteuergewinn von 45,4 Millionen Euro. Äußerst positiv zum Gewinnanstieg im Konzern hätten auch die Slowakei und Polen beigetragen, hieß es weiter.

Beim Finanzergebnis musste die VIG einen Rückgang um 21,7 Prozent auf 186,6 Millionen Euro hinnehmen - vor allem aufgrund verringerter Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen.