Wien. (kle) Beim Gummiverarbeiter Semperit hat sich der Aktienkurs am Dienstag nach oben katapultiert - in der Spitze um knapp zehn Prozent auf 13,56 Euro. Der Grund für diesen Kurssprung: Im ersten Quartal hat das Wiener Unternehmen sein Netto-Ergebnis in die Gewinnzone gedreht. Bisherige Sanierungsarbeiten scheinen nun Früchte zu tragen.

Semperit erzeugt hochwertige Gummiprodukte - darunter zum Beispiel Industrieschläuche, Dichtungsprofile, Förderbänder, Operations- und Untersuchungshandschuhe sowie Handläufe für Rolltreppen. Das erste Jahresviertel bescherte dem Konzern zwar einen Umsatzrückgang um 3,6 Prozent auf 212,9 Millionen Euro. Unterm Strich verdiente das Traditionsunternehmen mit 3,2 Millionen Euro aber wieder Geld, nachdem im gleichen Vorjahresquartal noch ein Verlust von 2,8 Millionen angefallen war. Dabei wurde auch von einer Entspannung an den Rohstoffmärkten profitiert.

Höherer Betriebsgewinn

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) steigerte Semperit um 4,6 Prozent auf 16,5 Millionen Euro, womit sich die Ebitda-Marge von 7,1 auf 7,7 Prozent des Umsatzes verbesserte. "Wir haben unsere Profitabilität nun im fünften aufeinanderfolgenden Quartal erhöht", ist Vorstandschef Martin Füllenbach mit dem Beginn des Geschäftsjahres 2019 zufrieden. Das Ziel bleibe eine Ebitda-Marge von 10 Prozent ab dem Jahr 2021.

In der Handschuhsparte "Sempermed", wo es im ersten Quartal noch rote Zahlen gab, sollen jetzt weitere Strukturmaßnahmen gesetzt werden. Im Industriebereich wird aber bereits wieder über Akquisitionen nachgedacht. Investieren wird Semperit heuer weniger, schon im ersten Quartal fielen die Investitionen um ein Drittel auf 16,2 Millionen Euro, überwiegend gab es Erhaltungsinvestitionen.