Wien. Auch wenn die internationale Konjunktur nachgelassen hat und die Wachstumsprognose zuletzt von 2,0 auf 1,5 Prozent herabgesetzt wurde, sind die Einnahmen des Staates insbesondere aus der Lohnsteuer - aber auch aus Umsatz- und Körperschaftssteuer - in den ersten vier Monaten noch kräftig gestiegen. Einen starken Rückgang gab es hingegen bei Mineralöl- und Kapitalertragssteuer.

Die Lohnsteuereinnahmen wuchsen - auch nach dem Rekordjahr 2018 - weiter, und zwar um 5,3 Prozent, hat der wirtschaftsliberale Think-Tank Agenda Austria berechnet. Insgesamt sind die Bundesabgaben zwischen Jänner und April 2019 um 1,9 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro gestiegen. Dies obwohl der Finanzminister (damals noch Hartwig Löger, ÖVP) um 17,5 Prozent weniger an Kapitalertragssteuer und um 10,4 Prozent weniger an Mineralölsteuer kassieren konnte. Die Körperschaftssteuereinnahmen wuchsen um 4,1 Prozent, jene aus der Umsatzsteuer um 1,2 Prozent. (apa)