Wien. Die Inflationsrate verharrte in Österreich im Mai bei 1,7 Prozent. Als Preistreiber erwiesen sich Wohnungsmieten (+3,3 Prozent), elektrischer Strom (+2,9 Prozent) und Dieseltreibstoff (+2,5 Prozent). Preisdämpfend wirkten Notebooks/Tablets, die um 11,2 Prozent weniger kosteten als vor einem Jahr, und Flugtickets (-9,1 Prozent) sowie Flugpauschalreisen (-3,1 Prozent).

Die Preisanstiege bei Wohnungen, Wasser, Energie (+3,0 Prozent) beeinflussten die Inflationsrate mit +0,61 Prozentpunkten und erwiesen sich damit als bedeutendster Preistreiber im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Ausgaben für Haushaltsenergie erhöhten sich durchschnittlich um 3,3 Prozent, wozu überwiegend höhere Strompreise beitrugen. Feste Brennstoffe verteuerten sich um 4,7 Prozent, auch Heizöl (+2,7 Prozent), Fernwärme (+2,3 Prozent) und Gas (+1,1 Prozent) kosteten mehr.

Wichtige Preisänderungen, Inflationsrate, Mikrowarenkorb Mai 2018-Mai 2019. - © APA
Wichtige Preisänderungen, Inflationsrate, Mikrowarenkorb Mai 2018-Mai 2019. - © APA

Mehr für Restaurants und Hotels

Restaurantbesucher und Hotelgäste mussten im Mai durchschnittlich um 2,7 Prozent mehr bezahlen. Hauptverantwortlich dafür waren laut den Statistikern vor allem höhere Preise für Bewirtungsdienstleistungen (+2,7 Prozent). Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 2,9 Prozent mehr.

Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mussten Konsumenten im Mai um 1,0 Prozent mehr ausgegeben als noch vor einem Jahr. Gemüse verteuerte sich um 5,5 Prozent, Brot und Getreideerzeugnisse (+1,9 Prozent), Fleisch (+1,5 Prozent), Fisch (+7,0 Prozent). Milch, Käse und Eier kosteten insgesamt um 1,1 Prozent mehr. Obst hingegen war um 7,2 Prozent billiger und die Preise für alkoholfreie Getränke gingen um 0,2 Prozent zurück.

Der typische tägliche Einkauf (Mikrowarenkorb) kostete Verbraucher im Mai im Jahresabstand um 0,4 Prozent mehr, der wöchentliche Einkauf (Miniwarenkorb) verteuerte sich um 1,6 Prozent.

Euroländer verfehlen Ziel

Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt als Optimalwert für die Wirtschaft mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel wird in den Euroländern aber seit langem verfehlt. Im Mai sank die Inflationsrate in der Eurozone unerwartet kräftig auf 1,2 Prozent, was die bisher niedrigste Rate in diesem Jahr ist. (apa)