Wien. Die wichtigsten in Wien börsennotierten Firmen haben 2018 sehr gut verdient, das kommt auch den Aktionären zugute. Die Dividenden der 20 im ATX notierten Firmen für das Geschäftsjahr 2018/19 legten im Vergleich zur Vorjahresperiode um 17,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu, hat die Arbeiterkammer errechnet.

Basis für den Anstieg war ein Plus der Gewinne der 20 ATX-Firmen von fast 37 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Die Ausschüttungsquote, also der an die Aktionäre verteilte Anteil des Gewinns, ging dadurch von 46,6 Prozent auf 39,9 Prozent zurück.

Wobei die Bandbreite groß ist: Die Post schüttete praktisch den gesamten Gewinn aus (97,8 Prozent). Auch bei Lenzing, wo die Dividende trotz gesunkenem Gewinn gleich blieb, gingen 89 Prozent des Gewinns an die Aktionäre. Beim Anlagenbauer Andritz waren es 70 Prozent. Nur rund ein Viertel des Gewinns ließen Firmen wie RBI, S Immo oder FACC den Eigentümern zukommen.

Staat verdiente 368 Millionen

Die vier "staatsnahen" Unternehmen OMV, Verbund, Post und Telekom Austria, an denen die Republik große Anteile hält, haben zusammen 1 Milliarde Euro aus ihrem Gewinn von 2,3 Milliarden Euro an Aktionäre ausgeschüttet, die Republik Österreich lukrierte daraus 368,4 Millionen Euro.

In absoluten Zahlen hat die Erste Group mit fast 600 Millionen Euro das meiste Geld an die Aktionäre ausgeschüttet, dicht gefolgt von der OMV. Die voestalpine war das einzige ATX-Unternehmen, das diesmal weniger Dividende ausschüttet als vor einem Jahr. Gewinn haben aber heuer alle Firmen gemacht. (apa)