Wien/Stetteldorf. Nach einer hitzebedingt niedrigen Getreideernte 2018 erwarten die Bauern heuer eine deutlich bessere. Die Prognose der Landwirtschaftskammer geht von 2,95 Millionen Tonnen Getreide exklusive Mais aus, ein Minus von 2,4 Prozent gegenüber dem fünfjährigen Schnitt und ein Plus von 13 Prozent gegenüber 2018. Februar, März und April dieses Jahres waren viel zu trocken, der feuchte Mai war dann aber ideal.

Unzufrieden zeigte sich der burgenländische Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich mit den Getreidepreisen. An der Pariser Warenterminbörse Euronext kostet eine Tonne Weizen aktuell rund 183 Euro. Die weltweiten Getreide-Lagerbestände sind relativ hoch und dämpfen die Preise. In den vergangenen zehn Jahren pendelte der Weizenpreis zwischen 140 und 280 Euro. Eine schlechte Ernte in einem großen Anbaugebiet - etwa USA oder Ukraine - kann den Weltmarktpreis aber schnell wieder in die Höhe schießen lassen.