Die Zumtobel-Aktie legte um 12 Prozent zu. - © apa/Gindl
Die Zumtobel-Aktie legte um 12 Prozent zu. - © apa/Gindl

Wien/Dornbirn. (apa) Der börsennotierte Leuchtenhersteller Zumtobel hat im Geschäftsjahr 2018/19 seinen Nettoverlust von 46,7 auf 15,2 Millionen Euro deutlich verringert. Der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 1,162 Milliarden Euro zurück. Das Betriebsergebnis (Ebit) drehte von minus 7,3 Millionen auf 2,7 Millionen Euro ins Positive. Für die Aktionäre gibt es wohl dennoch keine Dividendenausschüttung.

Nach 13 verlustträchtigen Quartalen konnte Zumtobel im vergangenen Quartal wieder ein Umsatzplus verbuchen. "Das Schlimmste haben wir hinter uns und sind nun langsam auf Wachstumskurs", sagte CEO Alfred Felder Donnerstagfrüh zur APA. Er sieht im abgelaufenen Geschäftsjahr ein von der Restrukturierung des Konzerns geprägtes "Übergangsjahr". So wird etwa die Produktion im Werk in Jennersdorf im Burgenland bis November 2019 stufenweise geschlossen.

Besonders belastend waren für den Leuchtenhersteller die Unsicherheit um den Brexit und der Preisdruck durch intensiven Wettbewerb in der Beleuchtungsindustrie. Im für Zumtobel wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien sanken die Umsätze um elf Prozent. "Wir sind für einen harten oder einen weichen Brexit gerüstet", so Felder, doch die Unsicherheit um den Brexit hemme die Investitionen der Kunden im britischen Markt.

Weitere Anpassungen nötig

Die Profitabilität wurde im Vorjahresvergleich verbessert. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis der Zumtobel-Gruppe stieg um 8 Millionen auf 27,6 Millionen Euro. Die Umsatzrendite verbessert sich von 1,6 Prozent auf 2,4 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter sank von 6224 auf 5878, davon arbeiten rund 2200 in Österreich. Weitere "Anpassungen" hierzulande am Sitz in Dornbirn sollen über die natürliche Fluktuation sowie über Leiharbeitskräfte geschehen, erklärte Felder.

Im Ausblick sieht der Vorstand das Geschäftsjahr 2019/20 als "Aufbruchsjahr", in dem neben der kontinuierlichen Verbesserung des operativen Geschäfts das Wachstum wieder in den Mittelpunkt der Aktivitäten rücken soll. Für das Geschäftsjahr 2019/20 erwartet der Vorstand ein leichtes Umsatzwachstum sowie eine Verbesserung der bereinigten Ebit-Marge auf 3 bis 5 Prozent (Geschäftsjahr 2018/19 2,4 Prozent). Das Mittelfristziel einer Ebit-Marge von circa sechs Prozent bis zum Geschäftsjahr 2020/21 bleibt weiter aufrecht.

Obwohl keine Gewinnausschüttung geplant ist, freuen sich die Aktionäre über die positive Entwicklung im Konzern. Die Aktie legte Donnerstagfrüh kurz nach dem Handelsauftakt um zwölf Prozent zu und dotierte zu Mittag mit 6,78 Euro.