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Wien/Brüssel. Die Inflation ist im Juli in Österreich mit 1,4 Prozent deutlich unter die 2-Prozent-Zielmarke der EZB gefallen. Die Teuerung ist damit noch weiter zurückgegangen, im Juni betrug sie noch 1,6 Prozent. Wohnungsmieten verteuerten sich im Jahresvergleich aber um 3,3 Prozent und blieben erneut ein Preistreiber.

Die Preise für Wohnen und Restaurants waren für etwa zwei Drittel der Inflation verantwortlich. Abgesehen von den Mieten erhöhten sich auch die Betriebskosten für Eigentumswohnungen und die Ausgaben für Haushaltsenergie. Als Preistreiber erwiesen sich auch höhere Preise in Restaurants und Hotels. Für Nahrungsmittel mussten Verbraucher ebenfalls tiefer in die Tasche greifen, die Preise für Gemüse stiegen um 5,2 Prozent, für Fleisch um 2 Prozent und für Brot und Getreideerzeugnisse um 1,8 Prozent.

Doch nicht alles wurde teurer. Deutlich billiger wurde im Vergleich zu Juli 2018 etwa Mobiltelefonie, Treibstoffe verbilligten sich um 2,5 Prozent, auch Flugtickets und Flugpauschalreisen wurden billiger, gab die Statistik Austria am Montag bekannt.

Die für Eurozonen-Vergleiche ermittelte Harmonisierte Inflationsrate (HVPI) für Österreich betrug ebenfalls 1,4 Prozent und lag damit genau im EU-Schnitt.

Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone ist im Juli 2019 auf genau ein Prozent gesunken, gegenüber 1,3 Prozent im Juni. Dies teilte die Statistikbehörde Eurostat am Montag mit. Ein Jahr zuvor hatte die durchschnittliche Teuerung in der gesamten EU 2,2 Prozent betragen.

In Portugal (minus 0,7 Prozent) wurde im Juli die niedrigste Inflation gemessen, die höchste in Rumänien (4,1 Prozent).