Wien. (apa/kle) Die Vienna Insurance Group (VIG) ist im ersten Halbjahr gewachsen und hat den Gewinn deutlich ausgebaut. Ein kräftiges Einnahmenplus brachte der Verkauf von Versicherungspolizzen über den Bankschalter. Die Schaden-Kosten-Quote - Schäden und Kosten, gemessen an den Einnahmen - blieb mit 96,4 Prozent trotz höherer Schäden durch Schneedruck und den Sturm "Eberhard" stabil, teilte die börsennotierte Versicherungsgruppe am Dienstag mit. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2019 wurde bestätigt.

Der Vorsteuergewinn stieg im ersten Halbjahr um 10,5 Prozent auf 257,1 Millionen Euro (in der ersten Hälfte 2018 war das Ergebnis noch durch teure Firmenwertabschreibungen in Rumänien belastet gewesen). Netto verdiente die VIG mit 151,0 Millionen ebenfalls um 10,5 Prozent mehr.

Die Prämieneinnahmen wuchsen in den ersten sechs Monaten um 5,8 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Wobei es in allen Versicherungssparten ein Plus gab - auch in dem seit Jahren rückläufigen Einmalerlagsgeschäft mit Lebensversicherungen. Wachstumstreiber waren vor allem das Geschäft mit Sachversicherungen, die Kfz-Kasko und die Krankenversicherung, teilte die VIG weiter mit.

Konzernchefin Elisabeth Stadler ist mit den Halbjahresergebnissen zufrieden. Damit sich die VIG bei der Schaden-Kosten-Quote auf das für 2020 angepeilte Ziel von 95 Prozent zubewege, werde das Augenmerk nun weiter auf die Optimierung des Geschäftsmodells gelegt - sowohl schaden- als auch kostenseitig.

Bankenvertrieb wird ausgebaut

Ihre Erwartung für das Gesamtjahr hat Stadler bekräftigt: "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für 2019 erreichen. Das heißt, wir steuern auf ein Prämienvolumen von 9,9 Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn von 500 bis 520 Millionen Euro zu." Positiv stimme da auch das gute wirtschaftliche Umfeld in Osteuropa, wo die VIG breit aufgestellt ist. Beim Bankenvertrieb steht vor allem der Ausbau des Nichtlebensgeschäfts im Rahmen der Kooperation mit der Erste Group Bank im Fokus.