Wien. Österreichs Wirtschaftswachstum hat sich im abgelaufenen zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal auf 0,3 Prozent verlangsamt. Wie das Wifo am Dienstag dazu mitteilte, schwächte sich das Exportwachstum ab, während der private Konsum weiterhin zunahm und damit die Konjunktur stützte.

Das internationale Wirtschaftswachstum nahm im Frühjahr deutlich ab. Die Schwäche der Weltwirtschaft schlug besonders auf die österreichische Industrie durch, deren Wertschöpfung im zweiten Quartal leicht zurückging. Daher hätten Unternehmen weniger als in den vergangenen Quartalen investiert, so das Wifo in einer Aussendung.

Die Aussichten für die österreichische Wirtschaft bleiben jedoch stabil. Die Einschätzungen der Unternehmen und Verbraucher in den USA und im Euroraum stabilisierten sich ebenso. Laut dem Wifo-Konjunkturtest vom August beurteilten die heimischen Firmen ihre aktuelle Lage und Entwicklung etwas günstiger als zuletzt. Während die Sachgütererzeugung positiv gestimmt ist, trübte sich aber die Stimmung im Dienstleistungsbereich. Das Konsumentenvertrauen verbesserte sich laut Konjunkturtest.

Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt habe sich in den vergangangenen Monaten verlangsamt, berichtete das Wifo weiter. Nach vorläufigen Schätzungen wuchs die Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten im August um plus 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 7,4 Prozent. (apa/kle)