Wien. (kle) Die Allianz-Gruppe in Österreich strafft ihre Vermögensverwaltung und fusioniert im Zuge dessen die Allianz Investmentbank und die Allianz Invest Kapitalanlagegesellschaft. Dabei sollen bis voraussichtlich Ende 2020 rund 30 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Mit den betroffenen Mitarbeitern werden einvernehmliche Lösungen gesucht und ein Sozialplan erarbeitet, teilte die Allianz am Dienstag mit. Die beiden Allianz-Gesellschaften zählen derzeit mehr als 80 Mitarbeiter, es würde also mehr als ein Drittel der Jobs wegfallen.

Teile des Geschäfts der Allianz Investmentbank sollen auf die Allianz Invest KAG übertragen werden. Letztere ist künftig die weiter bestehende Gesellschaft, wie es aus der Allianz zur APA hieß. Für das Depotbankgeschäft, das derzeit die Investmentbank abwickelt, werde ein strategischer Partner gesucht. Für die Kunden ändere sich vorerst nichts. Sobald ein neuer Partner an Bord sei, würden die Kunden umgehend über die Änderungen informiert. Die Verwaltung und den Vertrieb der Investmentfonds werde man aber weiter selbst vornehmen, so die Allianz. Beim Asset-Management werde man sich künftig auf die Vermögensverwaltung fokussieren, die eine wesentliche Kernkompetenz sei und bleibe.

Strategische Neuausrichtung

Ziel der Zusammenführung ist eine strategische Neuausrichtung, die eine Konzentration auf die Kernkompetenzen im Asset-Management im Fokus habe, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung. Dieser Schritt sei sinnvoll, um Synergien zu heben - angesichts des erheblichen Aufwandes und der hohen Investitionen, die für die Modernisierung der IT-Infrastruktur, der Digitalisierung sowie der Umsetzung der regulatorischen Anforderungen notwendig seien.

Die Allianz Investmentbank ist eine 100-Prozent-Tochter der Allianz Elementar Versicherungs-AG und konzentriert sich aktuell aufs Depot- und Einlagengeschäft sowie den Vertrieb von Investmentfonds - vor allem für die hauseigenen Fonds. Die Allianz Invest KAG, derzeit eine Tochter der Allianz Investmentbank, verwaltet 134 Investmentfonds im Gesamtvolumen von mehr als 12 Milliarden Euro. Damit zählt sie zu den Top-5 der heimischen Fondsgesellschaften.