Wien. Den Gläubigern der Heta Asset Resolution, der früheren Hypo Alpe Adria, winkt heuer noch eine weitere Ausschüttung. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat am Freitag als Abwicklungsbehörde per Bescheid die Erfüllungsquote für die berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten von 64,4 Prozent auf 86,32 Prozent hinaufgesetzt.

Bisher wurden in zwei Zwischenausschüttungen 7,8 Milliarden Euro an die Gläubiger ausgeschüttet. Es sei  damit zu rechnen, dass die Heta auf Basis des neuen Bescheides noch heuer eine weitere substanzielle Ausschüttung beantragen werde, so die FMA. Nach derzeitigem Stand werden die nachrangigen Gläubiger ihre gesamte Forderung von 1,9 Milliarden Euro verlieren, die berücksichtigungsfähigen Forderungen von Gläubigern werden um 1,7 Milliarden Euro geschnitten, womit die Gläubigerbeteiligung bei der geordneten Abwicklung zusammen in etwa  3,6 Milliarden Euro betragen wird.

Abwicklungsregime hat sich bewährt

Beim Beschluss der Abwicklung der Heta 2015  bewerteten Gutachten die vorhandenen Assets mit 7,1 Milliarden Euro, durch die geordnete und wertschonende Abwicklung unter dem Dach der FMA seien bisher bereits mehr als 10 Milliarden Euro erlöst, so die FMA.  Derzeit seien bereits rund 85 Prozent aller Vermögenswerte abgebaut und bar realisiert. Ende 2020 sollen es laut Plan 99 Prozent sein.

Seit  2015 wurden bereits 115 der 168 Konzerngesellschaften abgewickelt und liquidiert. In der Heta AG wurde der Personalstand in diesem Zeitraum von rund 550 auf 190, im Heta-Netzwerk gar von 1800 auf rund 400 reduziert. Vor der Abwicklung, noch als Hypo Alpe Adria, hatte die Gruppe in etwa 7200 Mitarbeiter; 4200 davon in ihrem Bankennetzwerk in Süd- und Südosteuropa. (apa)