Die vierte Runde der Metaller-KV-Verhandlungen ist am Mittwochabend ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Gewerkschaft berät nun über weitere Maßnahmen. Anfang nächster Woche sind Betriebsrätekonferenzen geplant. Die Arbeitnehmervertreter bezeichneten das Angebot der Arbeitgeber als viel zu niedrig.

Der Abschluss in der Metalltechnischen Industrie gilt als richtungsweisend und als Vorlage für die fünf weiteren Kollektivverträge.

Im Vorjahr einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf ein durchschnittliches Lohn- und Gehaltsplus in der Metallindustrie von im Schnitt 3,5 Prozent. Der Mindestlohn bzw. das Mindestgrundgehalt beträgt in der Metalltechnischen Industrie derzeit 1.915 Euro brutto/Monat (1.450 Euro netto). Je nach Gehaltsklasse/Ausbildung und erreichten Arbeitsjahren liegen die realen Gehälter deutlich darüber.

Die Unternehmen der Metalltechnischen Industrie erzielten im Jahr 2018 mit 136.000 Beschäftigten einen Produktionswert von rund 39 Milliarden Euro. Zu den größten Firmen der Branche zählen unter anderem der Anlagenbauer und Technologiekonzern Andritz, der Seilbahnhersteller Doppelmayr, der Beschlägehersteller Julius Blum und der Kranhersteller Palfinger.

Zur Metalltechnischen Industrie in Österreich gehören insgesamt rund 1.200 Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei. Die Branche ist stark exportorientiert: Die Metalltechnische Industrie hatte zuletzt einen Exportanteil am gesamten österreichischen Außenhandel von rund 23 Prozent. Einige Betriebe sind Weltmarktführer und "Hidden Champions".

Die gesamte Metallindustrie umfasst 195.000 Beschäftigte. Seit 2012 verhandeln die sechs WKÖ-Fachverbände bzw. Berufsgruppen auf Wunsch der Arbeitgeber und gegen den Widerstand der Gewerkschaften die Kollektivverträge getrennt. Der Abschluss in der Metalltechnischen Industrie, heute läuft die vierte Verhandlungsrunde, gilt als richtungsweisend und als Vorlage für die fünf weiteren Kollektivverträge.

Der WKÖ-Fachverband Metalltechnische Industrie hat rund 135.800 Beschäftigte, darunter sind rund 7.400 Mitarbeiter aus der Gießereiindustrie, die ihren Kollektivvertrag getrennt verhandeln, aber Teil des Fachverbands sind. Zur Metallindustrie zählen außerdem noch die Fahrzeugindustrie (34.600 Beschäftigte), der Bereich Bergbau-Stahl (rund 17.000 Beschäftigte), die NE-Metallindustrie (rund 6.400 Beschäftigte) und die Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen (rund 5.000 Beschäftigte).

Im Vorjahr einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf ein durchschnittliches Lohn- und Gehaltsplus in der Metallindustrie von im Schnitt 3,5 Prozent. Der Mindestlohn bzw. das Mindestgrundgehalt beträgt in der Metalltechnischen Industrie derzeit 1.915 Euro brutto/Monat (1.450 Euro netto). Je nach Gehaltsklasse/Ausbildung und erreichten Arbeitsjahren liegen die realen Gehälter deutlich darüber.