Die Bank Austria, Tochter der italienischen Großbank Unicredit, hat in den ersten neun Monaten den Nettogewinn um 8,2 Prozent auf 352 Millionen Euro gesteigert. Der Profit im dritten Quartal lag mit 119 Millionen Euro auf gleicher Höhe wie ein Jahr zuvor. Nach einem massiven Filialabbau in den vergangenen Jahren gab es heuer im September praktisch gleichviele Filialen wie im Herbst 2018 - nämlich 122 (Vorjahr: 123).

Mit ihrem Personalabbau, der im letzten Strategieplan enthalten war, ist die Bank Austria de facto auch durch. Per Ende des dritten Quartals beschäftigte die Österreich-Niederlassung der Unicredit hierzulande 4.890 Leute, um 0,1 Prozent weniger als vor Jahresfrist (4.894, auf Vollzeit gerechnet).

Wie viele andere Geldinstitute auch hat die Bank Austria in den vergangenen Monaten alte Kreditwertberichtigungen auflösen können, es gab aus schon abgeschriebenen Krediten Zuflüsse. Zuletzt sind die Kreditrisiko-Vorsorgen wieder leicht gestiegen, jedoch auf niedrigem Niveau. Bei den Betriebskosten gab es in den ersten neun Monaten einen Rückgang um 4,9 Prozent.

Im Quartalsbericht wird auf die deutliche Rendite auf das eingesetzte Kapital in Österreich verwiesen: Diese Kennzahl (RoAC) lag Ende September bei 13,5 Prozent, im Gesamtjahr sollen es 13,3 Prozent sein, schrieb Unicredit im Quartalsbericht, in dem die Bank Austria als "Österreich-Division" mit dem Privat- und Firmenkundengeschäft auch die Geschäfte mit gehobenen Privatkunden führt. Dabei ist nicht das hierzulande getätigte Corporate/Investmentbanking erfasst.

Unicredit will am 3. Dezember einen neuen Strategieplan vorlegen, in dessen Rahmen für den italienischen Bankkonzern ein neues Sparpaket erwartet wird. Ein Teil der neuen Strategie soll die Bündelung der Auslandsaktivitäten - darunter die Töchter in Deutschland (Hypovereinsbank) und Österreich (Bank Austria) - in einer neu zu gründenden Holding sein. Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier bestätigte am Donnerstag die Pläne dazu. Sitz der Holding werde Mailand sein. (apa/kle)