Die nachlassende Konjunktur hinterlässt auch Spuren in der heimischen Handelsbilanz. Im August sind die Warenimporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 Prozent auf 11,42 Milliarden Euro gesunken und die Exporte um 2,9 Prozent auf 10,94 Milliarden Euro, wie aus vorläufigen Daten der Statistik Austria vom Freitag hervorgeht. Da die Einfuhren stärker nach unten gingen als die Ausfuhren, verkleinerte sich das Außenhandelsdefizit von rund 0,8 auf 0,5 Milliarden Euro.

Vor allem der internationale Warenaustausch mit EU-Partnern ließ spürbar nach: Die Bezüge aus der Europäischen Union brachen um 6,1 Prozent auf 7,94 Milliarden Euro ein, die österreichischen Lieferungen dorthin gingen um 4,5 Prozent auf 7,46 Milliarden Euro etwas weniger, aber immer noch deutlich zurück. Das Passivum in der Handelsbilanz verringerte sich dadurch in diesem Bereich von 0,64 auf 0,48 Milliarden Euro.

Auch die Importe aus Ländern, die nicht der EU angehören, entwickelten sich in dem Berichtsmonat rückläufig - sie sanken um 3,2 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro. Die Lieferungen dorthin hingegen zeigten einen leichten Zuwachs von 0,7 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro - die Bilanz im Warenverkehr war mit einem geringfügigen Plus von rund 2 Millionen Euro ausgeglichen, nach einem kleinen Defizit von rund 135 Millionen Euro im August 2018.

Handelsbilanzdefizit bis August gestiegen

Im Achtmonatszeitraum Jänner bis August erhöhte sich das heimische Handelsbilanzdefizit heuer gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von rund 3,6 auf 3,9 Milliarden Euro. Die Importe legten mit einem Plus von 3 Prozent auf 105,81 Milliarden Euro etwas kräftiger zu als die Exporte, die einen Zuwachs von 2,8 Prozent auf 101,94 Milliarden Euro erreichten.

Die Importe aus der EU stiegen heuer bis Ende August um 1,8 Prozent auf 74,02 Milliarden Euro, die Exporte dorthin nahmen aber wesentlich deutlicher um 2,5 Prozent auf 71,46 Milliarden Euro zu. Dadurch sank das Handelsdefizit Österreichs mit der EU gegenüber der Vorjahresperiode von 2,94 auf 2,56 Milliarden Euro.

Im Handel mit Drittländern verdoppelte sich das Passivum allerdings von rund 0,6 auf 1,3 Milliarden Euro, da die Importe mit einem Plus von 6 Prozent auf 31,79 Milliarden Euro weitaus stärker anzogen als die Exporte mit einem Anstieg von 3,7 Prozent auf 30,48 Milliarden Euro. (apa/kle)