Jeweils ein Fünftel der Weihnachtsausgaben in Österreich soll heuer auf den Onlinehandel und auf Adventmärkte entfallen, nur noch die Hälfte lukrieren die Händler im Filialgeschäft. Gegenüber dem Vorjahr prognostiziert der Standortberater Regioplan einen Anstieg der Weihnachtserlöse um rund 2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Damit liegt das Ausgabenplus über der Inflationsrate von aktuell 1,1 Prozent.

Der Weihnachtsumsatz beinhaltet die Ausgaben, welche durch Einwohner und Touristen - nicht Unternehmen - zusätzlich zum Umsatz eines Durchschnittmonats getätigt werden, unabhängig davon, ob im stationären Handel oder bei in- und ausländischen Onlinehandel. Im Gegensatz zu anderen Prognosen schätzt Regioplan auch Gastronomieausgaben und Geldgeschenke.

Die Händler mit ihren Filialen sollen heuer im Weihnachtsgeschäft laut dem Standortberater noch rund 1,08 Milliarden Euro umsetzen, auf die Weihnachtsmärkte inklusive Gastronomie sollen 390 Millionen Euro entfallen, auf den Onlinehandel 380 Millionen Euro, auf die Gastronomie ohne Weihnachtsmärkte 150 Millionen Euro und auf Gutscheine (etwa für Essen, Reisen, Wellness) und Geldgeschenke insgesamt 100 Millionen Euro.

Die Struktur der Weihnachtsausgaben hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. "Der stationäre Handel kann vom Weihnachtsumsatz immer weniger profitieren", so das Fazit von Regioplan. Vor 20 Jahren seien noch 85 Prozent des Weihnachtsgeschäftes in den Kauf von Waren geflossen, derzeit seien es inklusive handelsrelevanter Umsätze bei den Weihnachtsmärkten nur mehr knapp 60 Prozent.

Adventmärkte sind ein relevanter Wirtschaftsfaktor, alleine in Wien gibt es 1.000 Stände. Am Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz werden rund 3,5 Millionen Besucher und am Salzburger Christkindlmarkt rund eine Million erwartet. (apa/kle)