Der steirische Sensor-Spezialist ams setzt bei seinem Übernahmeangebot für Osram zum Endspurt an. Bis zum Mittwochabend - einen Tag vor Ende der Frist - hatten knapp 16 Prozent der Osram-Aktionäre ihre Papiere angedient. 20 Prozent hatten die Österreicher selbst am Markt gekauft, womit sie fast 37 Prozent sicher hatten. Der Anteil stieg bis Donnerstagnachmittag auf knapp 40 Prozent.

Damit fehlen ams noch gut 15 Prozent der Osram-Aktien, um zu verhindern, dass auch ihr zweites Offert für Osram scheitert. Die Österreicher haben sich 55 Prozent zum Ziel gesetzt.

Die meisten institutionellen Investoren warten bis zum letzten Moment, ehe sie ihre Aktien einreichen. Schlüssel zum Erfolg für ams sind Hedgefonds und Arbitragehändler, die sich im Übernahmepoker Finanzkreisen zufolge knapp die Hälfte der Osram-Anteile gesichert hatten. Um sie zur Annahme des Angebots zu bewegen, waren ams-Chef Alexander Everke und Olaf Berlien Anfang der Woche eigens nach New York und London gereist. (apa)