Von der Heta, dem staatlichen Abbauvehikel der einstigen Skandalbank Hypo Alpe Adria, gibt es noch jetzt im Dezember eine weitere vorzeitige milliardenschwere Zwischenausschüttung an die Gläubiger. Es geht um 2,05 Milliarden Euro. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die Zahlung nun freigegeben. Von den Einnahmen der Abwicklung der einstigen Bank profitiert der Bund auch für den laufenden Staatshaushalt.
Es ist das dritte Mal, dass die Heta Barmittel aus dem Abbau an Gläubiger auszahlen kann. Davor war das schon 2017 und 2018 passiert. Mittlerweile wurden in Summe rund 9,9 Milliarden Euro vorzeitig an die Gläubiger verteilt.

Die FMA erinnerte daran, dass die externen Bewertungsgutachten, auf deren Basis der erste Bescheid der FMA zum Schnitt der Gläubigerforderungen erstellt wurde, noch von einem maximalen Erlös für die Gläubiger (nach Ende der Abwicklung 2023) von rund 6 Milliarden Euro ausgegangen waren. Infolge der bisherigen Abwicklungserfolge wurden somit bis jetzt (inklusive 2019) etwa 3,9 Milliarden Euro mehr ausgeschüttet als ursprünglich insgesamt erwartet worden war.

Die Verwertungsergebnisse helfen nicht nur, die infolge des Hypo-Debakels stark angestiegenen Staatsschulden abzubauen, der Bund hat davon auch etwas für das laufende Budget. Das Land Kärnten hatte so gut wie alle Heta-Anleihen aufgekauft - finanziert mit einem Kredit des Bundes. Der Bund hat somit den Rückkauf der Heta-Anleihen vorfinanziert. (apa)