Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat ihre Prognose für das heimische Wirtschaftswachstum für das kommende Jahr deutlich gesenkt. Die internationale Konjunkturabkühlung dämpfe auch die Dynamik in Österreich, so die Notenbank.

Für 2020 rechnet die Notenbank nun nur noch mit einem Wachstum von 1,1 Prozent. Das entspricht einer Abwärtsrevision im Vergleich zu den Prognosen vom Juni um 0,5 Prozentpunkte. Besonders von der Abschwächung betroffen sei die exportorientierte heimische Industrie. Unterstützend wirke dagegen die gute Binnennachfrage - vor allem im Konsum und in der Bauwirtschaft.

Auch die Deutsche Bundesbank beurteilt die Aussichten für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr deutlich trüber als noch im Juni. Sie halbierte am Freitag ihre Wachstumsprognose für Deutschland und erwartet für 2020 nun nur noch einen kalenderbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 Prozent statt der noch im Juni vorausgesagten 1,2 Prozent.

Die OeNB-Prognose für das heurige Jahr sieht noch deutlich freundlicher aus. Für 2019 erwarten die heimischen Notenbanker noch ein Wachstum von plus 1,6 Prozent. Im Juni hatte die OeNB für heuer noch ein BIP-Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert.

Nach dem Tief im kommenden Jahr rechnet die Notenbank für die darauffolgenden Jahre 2021 und 2022 aber wieder mit einem höheren Wachstum. So wird für 2021 ein BIP-Anstieg von 1,5 und für 2022 ein Plus von 1,6 Prozent avisiert. (apa)