Mithilfe von Geldgebern wie der niederländischen Lottogesellschaft und dem Fondsmanager Albert Wenger von Union Square Ventures haben die Gebrüder Hensen auch zwei Beteiligungsgesellschaften gegründet, um selbst als Investor aufzutreten und zu zeigen, dass sich Interessen von Geldgebern und Unternehmen verbinden lassen. "Wir sind dann erfolgreich, wenn Unternehmen viel allein machen können", betont Adrian Hensen, keine Abhängigkeit schaffen zu wollen, "mit allem, was wir tun, möchten wir unsere Arbeit überflüssig machen."

Stiftung Verantwortungseigentum

Dass das kein Lippenbekenntnis ist, zeigt der jüngste Clou: Ende November hat die Purpose Stiftung mit 30 Unternehmen die Stiftung Verantwortungseigentum e.V. ins Leben gerufen. Einhorn befindet sich genauso unter den Gründungsmitgliedern wie Alnatura oder die BMW Foundation. Ziel ist, die sich selbst gehörenden Unternehmen zu vernetzen und als deren Stimme einen Ruf unüberhörbar zu machen: Es braucht eine offizielle Rechtsform für Unternehmen, die sich selbst gehören. "Wir müssen schauen, was die Politik dafür an Informationen benötigt und welche Hürden es gibt. Das ist der nächste Schritt, an dem wir aktiv arbeiten", so Adrian Hensen: "Der Bedarf ist da."