Rund 160.000 Autos mit alternativen Antrieben müssen in Österreich jährlich auf die Straßen kommen, ansonsten drohen Strafzahlungen in Höhe von etwa zwei Milliarden Euro bis 2030, warnt die Smart Mobility Power (SMP), eine Interessensgemeinschaft aus Auto-, Elektro- und IT-Industrie. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden ca. 24.000 Autos mit Alternativantrieben neu angemeldet.

Nicht einmal neuntausend Elektroautos wurden 2019 zugelassen, das macht einen Anteil von 2,8 Prozent am Gesamt-Neuwagenmarkt ein. Im Jahr 2018 wurden 6.182 Elektrofahrzeuge neu angemeldet. Der überwiegende Anteil daran waren und sind Firmenfahrzeuge. "Der typische Kunde ist eine Firma", meinte etwa Denzel-Chef Gregor Strassl im Vorjahr.

Es sei jetzt an der neuen Regierung rasch zu reagieren, so Arnulf Wolfram, Chef der Siemens Mobility und Präsident der Austrian Mobile Power, der Vorgängerorganisation der Smart Mobility Power, heute vor Journalisten. Insbesondere bei den Gebäudevorschriften sei noch viel zu tun. Und auch die Firmen müssten sich etwas überlegen, denn Umfragen zeigten, dass die Elektroautobesitzer ihre Fahrzeuge sowohl zuhause wie in der Firma laden wollen, so SMP-Geschäftsführer Heimo Aichmaier.

Die SMP wolle dabei mit dem Know-how helfen, das die Vorgängerorganisation Austrian Mobile Power in den vergangenen zehn Jahren aufgebaut hat. Diese hatte zuletzt 34 Mitarbeiter und 46 Mitglieder, primär aus der Industrie. Ansprechpartner für die Nachfolgeorganisation SMP sind Bauträger, die Elektronik- und die Automobilbranche.

Die Elektromobilität ist das große Thema bei der diese Woche startenden Vienna Autoshow am Wiener Messegelände. (apa)