Die Baukosten sind 2019 - wie bereits im Jahr davor - wieder in allen Sparten gestiegen, allerdings fielen die Anstiege weniger stark aus als 2018. Für den Wohnhaus- und Siedlungsbau legten die Kosten 2019 im Schnitt um 1,1 Prozent zum Vorjahr zu, wie die Statistik Austria am Mittwoch mitteilte. 2018 hatte die Kostensteigerung noch 2,9 Prozent betragen.

Auch in den Tiefbausparten Straßenbau, Brückenbau und Siedlungswasserbau haben sich die Kosten 2019 weiter erhöht. Die größte Steigerung gab es beim Siedlungswasserbau, wo der Kostenindex um 2,0 Prozent (2018: plus 2,9 Prozent) zulegte. Die Kosten für den Straßenbau stiegen um 1,9 Prozent (2018: plus 3,8 Prozent), während der Brückenbau mit plus 0,1 Prozent (2018: plus 4,1 Prozent) im Schnitt nur marginal teurer wurde.

Verantwortlich für die höheren Kosten im Straßen- und Brückenbau sei vor allem der Preisanstieg bei "bituminösem Mischgut" (Asphalt) und bei Diesel und Treibstoffen in der ersten Jahreshälfte 2019 gewesen, schreibt die Statistik Austria. Im Wohnhaus- und Siedlungsbau sowie im Siedlungswasserbau hätten sich dagegen höhere Betonkosten niedergeschlagen.

Im Dezember 2019 legten die Kosten im Wohnhaus- und Siedlungsbau um 0,7 Prozent und im Siedlungswasserbau um 1,8 Prozent zu. Im Straßen- sowie im Brückenbau gingen die Kosten dagegen um 0,3 bzw. um 1,5 Prozent zurück. (apa)