Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat mit heutigem Tag im Werk II am Standort Chongqing wieder den Betrieb aufgenommen. Damit sind nun alle drei chinesischen AT&S-Werke zumindest mit eingeschränkten Kapazitäten wieder in Betrieb, teilte das börsennotierte Unternehmen am Freitag mit. Aufgrund des Coronavirus waren die chinesischen Neujahrsferien verlängert worden.

Der Öffnung des Werks in der zentralchinesischen Stadt Chongqing seien sehr intensive Verhandlungen mit den chinesischen Behörden vorangegangen, die entsprechend einer lokalen Verordnung das Wiederanlaufen der Produktion an strenge Vorgaben geknüpft hätten. AT&S sei eines der ersten Unternehmen im Yufu Industriepark in Chongqing, das die Genehmigung der Behörden für die Wiederinbetriebnahme erhalten habe.

"Wir sind sehr froh und auch erleichtert, dass wir wieder mit der Produktion starten können und alle Vorgaben und Anforderungen der Behörden erfüllen konnten", so AT&S-Chef Andreas Gerstenmayer in einer Aussendung. Um den positiven Bescheid der chinesischen Behörden für die Öffnung von Chongqing II zu erhalten, sei eine umfassende Dokumentation der getroffenen Vorkehrungsmaßnahmen sowie der Reisebewegungen und Einhaltung der Quarantänebestimmungen aller Mitarbeiter notwendig gewesen.

Das Werk Chongqing I war mit einer kurzen, wartungsbedingten Unterbrechung auch während der Neujahrsfeiertage in Betrieb und fiel daher nicht unter die Regelung zur Wiederaufnahme der Produktion. Das größte chinesische AT&S-Werk in Shanghai habe wie geplant am 10. Februar, nach Ablauf der verlängerten Neujahrsferien, in Betrieb gehen können. "Die Situation in China ist weiterhin volatil und wird vom Top-Management genauestens beobachtet und begleitet", heißt es in der Unternehmensmitteilung.

Der in Leoben ansässige AT&S-Konzern beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter, davon rund 7.000 in China. Dort sind 4.500 Menschen in Shanghai und 2.500 im zentralchinesischen Chongqing tätig.

Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft ist seit 1999 börsennotiert. Ex-Finanzminister Hannes Androsch und Willibald Dörflinger halten jeweils mehr als 17 Prozent der Aktien, der Rest (64,7 Prozent) ist im Streubesitz. (apa/kle)