Der Telekomanbieter Magenta, der vor der UPC-Übernahme T-Mobile hieß, ist durch den Kauf des Kabelbetreibers 2019 stark gewachsen. Das Umsatz stieg um 21 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro und der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 36 Prozent auf 467,4 Millionen Euro. In das Netz sind 242 Millionen Euro investiert worden. 2020 soll es in dieser Tonart weitergehen.

"Wir haben die Intention, ein Wachstumsunternehmen zu bleiben", sagte Magenta-Chef Andreas Bierwirth am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Innerhalb des Mutterkonzern Deutsche Telekom habe Magenta durch das Wachstum an Bedeutung gewonnen, man gehöre mittlerweile zu den Top-3 im Europa-Segment. Der 5G-Ausbau soll weitergehen. Bierwirth erwartet, dass sich der neue Mobilfunkstandard in den nächsten zwölf Monaten etablieren wird.

Wachstumspotenzial sieht Magenta derzeit im Bereich Fernsehen. Demnächst soll eine neue TV-Box vorgestellt werden. Diese komme noch aus der Liberty-Welt, so Bierwirth. UPC gehörte früher dem Kabelnetzkonzern Liberty Global. Beim Umgang mit dem chinesischen Telekomausrüster Huawei stimmt sich die Österreich-Tochter mit der Konzernmutter in Deutschland ab. Derzeit laufe die Ausschreibung für den Netzausbau.

Bierwirth warnte davor, die Auswirkungen durch das Coronavirus zu unterschätzen. Das hätte zuletzt die Gewinnwarnung von Apple gezeigt. Die Probleme in den Lieferketten würden auch die Smartphone-Produktion betreffen. "Ich hoffe, dass wir das in den Griff bekommen", sonst werde das einen Wirtschaftsschock auslösen, der an den Börsen noch nicht abgebildet sei, sagte der Manager.

Die Magenta-Mutter Deutsche Telekom erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund 80,5 Milliarden Euro und damit um rund 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Übrig blieb unterm Strich in Deutschland ein Konzernüberschuss von 3,9 Milliarden Euro, der damit um rund 79 Prozent höher lag als 2018, wie aus den Jahreszahlen hervorgeht, die der deutsche Ex-Staatskonzern mit Sitz in Bonn am Mittwoch vorlegte.

Besonders wichtig war für die Deutsche Telekom mit ihren konzernweit rund 210.500 Mitarbeitern erneut das USA-Geschäft, aus dem rund die Hälfte der Erlöse kam. Ein US-Gericht machte zuletzt den Weg frei, die US-Tochter T-Mobile mit dem kleineren Konkurrenten Sprint zu vermählen, wodurch das US-Geschäft der Deutschen Telekom voraussichtlich weiter wachsen dürfte. (apa)