Österreichische Konsumenten greifen im Lebensmittelhandel immer öfter zu biologischen Lebensmitteln. Nach Zahlen der Agrarmarkt Austria stieg der Bio-Umsatz 2019 gegenüber dem Jahr davor um sieben Prozent auf 580 Millionen Euro.
Gleichzeitig legte hierzulande die Bio-Anbaufläche um fast fünf Prozent auf rund 669.000 Hektar zu. Die Zahl der heimischen Bio-Betriebe erhöhte sich im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 24.325.

Im Bio-Landbau verzichten die Landwirte unter anderem auf leichtlösliche mineralische Düngemittel und auf chemisch-synthetische Spritzmittel. Außerdem muss es vielseitige Fruchtfolgen im Ackerbau und eine artgerechte Tierhaltung mit Auslauf und Weidegang geben, damit das Attribut "Bio" gerechtfertigt ist.
Österreich gilt mit einem Bio-Flächenanteil von 26 Prozent als einer der Vorreiter der biologischen Landwirtschaft. Global gesehen liegt der Bioanteil bei landwirtschaftlichen Flächen lediglich bei 1,5 Prozent.

In Österreich dominieren die großen Supermarktketten mit ihren Eigenmarken "Ja! Natürlich" (Billa, Merkur), "Natur*pur" (Spar und "Zurück zum Ursprung" (Hofer) den Biomarkt. Im Vorjahr entfielen 55 Prozent der Umsätze mit Bioprodukten auf den Lebensmitteleinzelhandel, 27 Prozent auf Diskonter, 10,7 Prozent auf die Direktvermarktung, 1,1 Prozent auf Biosupermärkte, 1 Prozent auf Bioläden und 5,1 Prozent auf sonstige Einkaufsquellen. Ohne die großen Bio-Eigenmarken der Einzelhändler wäre Österreich bei Bio bei weitem nicht dort, wo es heute ist, heißt es bei der AMA. (apa/kle)