Nach dem derzeitigen Wissensstand sind Lebensmittel sicher und kommen als Überträger der neuen Coronaviren nicht in Betracht. Das betonte Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie, am Mittwoch.

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sehen derzeit keine Anhaltspunkte, dass Menschen sich über den Verzehr von Lebensmitteln infizieren könnten, hieß es in einer Aussendung des Fachverbandes. Auch für andere Coronavirus-Stämme sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder Wasser bekannt.

Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand auch unwahrscheinlich, dass Waren oder Bedarfsgegenstände wie Spielwaren oder Werkzeuge Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten. Humane Coronaviren seien nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen: "In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen." Das Virus gilt übrigens als hitzeempfindlich. (apa)